Gutes Kapital trifft gute Idee

Dr. Olaf Krüger, Vorsitzender von Banew e.V., und Business Im B&P-BusinessTalk: Business Angel Matthias Grychta (links) und der Banew-Vorsitzende, Dr. Olaf Krüger, beantwortenden die Fragen von Host Wolfgang Becker. Foto: Tobias Pusch

Dr. Olaf Krüger, Vorsitzender von Banew e.V., und Business Angel Matthias Grychta über
die Finanzierung von Startups und die spezielle Situation in Hamburg.

Die Engel fliegen vor allem im Hamburger Süden: Mit dem Business Angels Netzwerk Elbe Weser e.V. (Banew) und dem Nachbarnetzwerk Banson e.V. (Braunschweig, Wolfsburg und Lüneburg) sind die Business Angels im Süden der Metropolregion Hamburg passabel vertreten, aber wenn es nach Dr. Olaf Krüger, Vorstand der Süderelbe AG und Erster Vorsitzender von Banew e.V., geht, ist da noch Luft nach oben: „Es würde uns sehr freuen, wenn sich weitere Investoren und Geldgeber fänden, denn wir haben eine ausgesprochen gute Startup-Szene, der vor allem eines fehlt: Kapital.“ Wie sich gute Geschäftsideen und Risikokapital zusammenbringen lassen, darüber sprach Host Wolfgang Becker im B&P-BusinessTalk mit Olaf Krüger und mit Matthias Grychta, einem von derzeit 28 aktiven Business Angels.

Matthias Grychta ist von Haus aus Elektro-Ingenieur, war aber beruflich viele Jahre im Bereich Venture Capital unterwegs und verfügt über viele Erfahrungen. Und auch um die geht es, wenn ein Business Angel in einem jungen Unternehmen investiert. Er sagt: „Kapital, Erfahrung und Netzwerk – das sind die drei Säulen.“ Er weiß, dass viele gute Ideen mit großen Ambitionen an den Start gebracht werden, aber nur wenige schaffen am Ende den Durchbruch. Bis Startups richtig Geld verdienen und auch den Investoren Freude bringen, sei es oft ein langer Weg: „Ganz klar: Wir sprechen hier über Risikokapital.“

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Olaf Krüger sieht die Situation speziell in Hamburg mit gemischten Gefühlen: „In Berlin und München gibt es große Business-Angels-Netzwerke, in Hamburg tun wir uns dagegen eher schwer. Es ist ja nicht so, dass hier kein Kapital vorhanden wäre, aber es ist nicht einfach, die Zahl der Kapitalgeber auf einen höheren Stand zu bringen.“ Als möglichen Grund sieht er die Hamburger DNA, die durch Handel und Hafen geprägt ist. Andern­orts habe die Gründerszene und mit ihr die Kapitalgeber-Szene eine höhere Dynamik. Tatsächlich gibt es nördlich der Elbe keine eigenen BA-Vereine, sondern andere Strukturen, die ähnlich funktionieren.

Was einen Business Angel auszeichnet, wie viel Kapital er mitbringen sollte und was Banew e.V. seinen Mitgliedern bietet, darüber erfahren potenzielle Business Angels mehr im aktuellen B&P-Podcast – eine 15-Minuten-Audio-Investition völlig ohne Risiko, aber vielleicht mit einem Impuls, sich die Gründerszene einmal näher anzusehen. wb

>> Web: https://banew.de/
LinkedIn: banew e.v.