Matchpoint für den Berufseinstieg

Metje Gödecke erklärt, wie das Portal des Landkreises Schüler und heimische Betriebe zusammenbringt.

Was will ich mal machen, wenn die Schulzeit vorbei ist? Vor dieser Frage stehen Jahr für Jahr Heerscharen von Jugendlichen. Gleichzeitig suchen die lokalen Unternehmen bisweilen händeringend nach Auszubildenden. Das Online-Portal Matchpoint bringt deren Angebote mit der Nachfrage im Landkreis Harburg zusammen – und das für beide Seiten ganz niederschwellig. Ein spannendes Thema für den B&P-BusinessTalk.

„Matchpoint ist unsere Antwort auf den Fachkräftemangel. Wir haben im Gespräch mit Unternehmen festgestellt, dass diese oft Sorgen haben, weil sie ihre Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können“, sagt Metje Gödecke, Mitarbeiterin in der Stabsstelle für Wirtschaftsförderung in der Kreisverwaltung. „Viele Schulabgänger schauen nämlich nur auf die großen Firmen in Hamburg oder vielleicht auch in Lüneburg, während manch kleiner Handwerker oder andere Betriebe vor Ort leer ausgehen“, sagt sie.

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Wenn dann noch Effekte wie geburtenschwache Jahrgänge und ein genereller Trend zu Abitur und Studium hinzukommen, wird es für Ausbildungsbetriebe eng. „Deswegen haben wir bereits 2018 erste Überlegungen zu Matchpoint angestellt und das Portal schließlich 2019 auch umgesetzt“, so Gödecke. „Seitdem füllen wir das Angebot kontinuierlich mit Inhalten.“ Denn für die Schüler ist Matchpoint natürlich umso spannender, je größer die Auswahl ist. „Und eine große Zahl an Besuchern macht unser Angebot dann wiederum umso interessanter für Unternehmen“, so die Wirtschaftsförderin.

Gut 160 Betriebe machen bereits mit

Mittlerweile sind auf Matchpoint mehr als 160 Betriebe aus dem Landkreis registriert. „Wir bekommen bisweilen sogar Anfragen aus Hamburg, denen müssen wir dann aber absagen und ihnen erklären, dass es schon eine Filiale bei uns im Landkreis bräuchte, um mitzumachen“, erklärt die Kreisangestellte schmunzelnd. Denn Matchpoint richtet sich ausschließlich an die lokale Wirtschaft.

Die Teilnahme ist für Unternehmen kostenfrei – und ziemlich einfach. „Man muss am Anfang lediglich ein bisschen Zeit investieren, um das eigene Firmenprofil anzulegen. Wenn das geschehen ist, können offene Angebote ganz leicht telefonisch bei uns gemeldet werden“, erklärt Gödecke. Manch freie Stelle werde auch voll automatisiert eingebunden. „Wir durchsuchen die entsprechenden Portale bei der Agentur für Arbeit, bei der IHK, bei der Handwerkskammer und AUBIplus und Berry2be.“ Matchpoint steht übrigens auch offen für Praktikumsplätze.

Und wie erfahren die Schüler von den Angeboten, die in Matchpoint aufgelistet sind? Metje Gödecke: „Wir machen das Portal durch Presseartikel der breiten Masse bekannt und sprechen obendrein mit Beratungslehrern sowie mit Berufsberatern der Agentur für Arbeit. Vor allem aber ist unser Angebot bereits bei vielen Schulen auf der Homepage oder teilweise auch im schulinternen Kommunikationssystem iServ eingebunden.“ Und so soll auf Matchpoint das zusammenfinden, was zusammengehört: Betriebe und Auszubildende. „Denn eines ist ja klar: Wenn die Unternehmen hier glücklich sind, dann profitiert am Ende der ganze Landkreis“, so Metje Gödecke.

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 Firmen, die auf dem Portal erscheinen wollen, können sich per E-Mail an wirtschaftsfoerderung@LKHarburg.de wenden.

>> Web: matchpoint-ausbildungsportal.de