„Digitalisierung fängt im Kleinen an – und hört nie auf“

Drei Männer vor der Kulisse des Harburger Binnenhafens (von links): Raphael Kammer von der dpk digital GmbH, Olav Vavroš von Zwei P Plan:Personal und Herbert Schulte von Dierkes Partner. Foto: Wolfgang Becker

Die dpk Digital GmbH berät konkret im Unternehmen – Die zwei P Plan:Personal kann über den Hamburger Weiterbildungsbonus Fortbildungen fördern

Die Digitalisierung ist in kleinen und mittelständischen Unternehmen mittlerweile ein Thema, das immer stärkeren Raum einnimmt. Die Wirtschaft muss handeln, aber häufig verfügen gerade die kleineren Unternehmen nicht über ausreichende finanzielle Ressourcen, um ihre Mitarbeiter fit zu machen. Dieser Umstand begegnet den Harburger Steuerberater Herbert Schulte, Partner bei Dierkes Partner, regelmäßig in der Praxis. Auf der Suche nach einer Lösung setzte sich Schulte mit Olav Vavroš, Geschäftsführer von der zwei P Plan:Personal, in Verbindung und fragte an, ob mit dem Hamburger Weiterbildungsbonus auch Fortbildungen im Bereich der Digitalisierung gefördert werden können. Die Antwort lautet Ja.

Anzeige

Den Hamburger Weiterbildungsbonus gibt es seit zehn Jahren. In dieser Zeit konnte das Instrument zur Förderung von Beschäftigten und damit auch von Unternehmen immer auf aktuelle Anforderungen reagieren. Der Gedanke wurde von Schulte und Vavroš aufgenommen und mit Raphael Kammer, Geschäftsführer der dpk digital GmbH, konkretisiert. dpk ist eine Gesellschaft unter dem Dach von Dierkes Partner, die mit ihrem Know-how den Prozess der Digitalisierung in Unternehmen unterstützt.

Der Hamburger Weiterbildungsbonus, der aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI) gespeist wird, hat sich das Thema Digitalisierung auf die Fahne geschrieben

Multiple Win-win-Situation

Die beispielhafte Dreier-Konstellation steht für eine sechsfache Win-Situation, denn am Ende profitieren alle:

  • Arbeitnehmer bekommen die Chance, sich für die Zukunft fit zu machen.
  • Arbeitgeber bekommen im Gegenzug qualifiziertes Personal, das sich mit digitalen Arbeitsweisen auskennt.
  • Dierkes Partner (DP) kann seinen Kunden Wege in die Digitalisierung aufzeigen.
  • dpk digital, eine Gesellschaft unter dem DP-Dach, kann Workshops und Seminare veranstalten.
  • die zwei P Plan:Personal gGmbH kann ihre Klientel mit Themen im Rahmen des Weiterbildungsbonus fördern und
  • die BASFI wird dem Anspruch gerecht, das Thema Digitalisierung konkret voranzubringen.

Über die Frage, wie und ob mit dem Weiterbildungsbonus auch DP-Mandaten gefördert werden können, wurde im Gespräch von Vavroš und Schulte ein konkreter Plan, zumal DP selbst seit Jahren auf dem Weg der Digitalisierung ist. Hierfür war im eigenen Haus Raphael Kammer als Leiter der digitalen Transformation zuständig. Er bereitete die Mitarbeiter bei DP beispielsweise auf das papierlose Büro vor – ein typisches digitales Einstiegsthema, das auch für andere Unternehmen relevant ist.

Wie funktioniert das papierlose Büro?

Kammer: „Das hieß zunächst sammeln, bündeln und intern abstimmen, welche Prozesse digitalisiert werden können. Konkrete Fragen? Zum Beispiel: Wie gehe ich mit der Informationsflut um? Wie löse ich das Papier ab? Wie dokumentiere ich den elektronischen Briefverkehr? Wie funktioniert das papierlose Büro? Aber es gibt auch andere Digital-Themen, die im Grunde jedes Unternehmen vor Herausforderungen stellen. Jetzt hat Microsoft das neue ‚Office 365‘ herausgebracht – ein Profi-Softwarepaket mit Word, Outlook, PowerPoint, Excel und weiteren Anwendungen für digitale Zusammenarbeit und Kommunikation. Das alles zu beherrschen und die Möglichkeiten auch tatsächlich zu nutzen, kriegt der Anwender allein eigentlich nicht mehr gehoben. Wir gehen in die kleinen und mittelständischen Unternehmen, die in der Regel keine eigenen IT-Fachleute haben, und schulen die Mitarbeiter.“

Mittlerweile ist aus dem internen Digital-Fachmann eine eigene Gesellschaft entstanden. Dierkes Partner hatte erkannt, dass viele Unternehmen auf diesem Aktionsfeld Beratungsbedarf haben. Kammer: „Die Anwender müssen zum einen verstehen, wie die Programme funktionieren, zum anderen lernen, wie digitales Selbstmanagement geht.“ Und das möglicherweise nicht nur auf der Office-Ebene, sondern auch bei der Prozessoptimierung in Themenbereichen wie Finanzen/Buchhaltung, Personalverwaltung (Lohnabrechnung/ Arbeitszeitkonten/ Recruiting/ digitale Abwicklung von Bewerbungen) und allgemeiner Administration. Wer das beherrscht, ist als Mitarbeiter im Unternehmen gefragt.

Ein Höchstmaß an Effizienz

Da setzt zwei P an. Olav Vavroš: „Unsere Aufgabe ist es, insbesondere geringqualifizierten Arbeitnehmern die Möglichkeit zu bieten, sich im Kontext des eigenen Unternehmens fortzubilden. Dazu setzen wir den Hamburger Weiterbildungsbonus ein. Wir beraten die Arbeitgeber und vor allem die Arbeitnehmer über die Fördermöglichkeiten. Finanziell unterstützt werden nämlich die Arbeitnehmer. Dabei ist unsere Erfahrung: Wenn die Themen der Qualifizierung im eigenen Unternehmen angewendet werden, erreichen wir ein Höchstmaß an Effizienz, weil die Qualifizierten im vertrauten Umfeld unterwegs sind und schnell verstehen, wie sich die erlernten Inhalte direkt umsetzen lassen. Deshalb holen wir den Arbeitgeber gerne mit ins Boot.“

Der Hamburger Weiterbildungsbonus ist ein Zuschuss-Konstrukt. Das heißt: Auch der Arbeitgeber ist finanziell gefragt, wenn er seine Mannschaft beispielsweise digital fit machen möchte – am Ende hat auch er einen Vorteil. Bis zu 2000 Euro pro Maßnahme und Mitarbeiter kann als Zuschuss bewilligt werden. Nach Prüfung jedes Einzelfalls durch zwei P, wie Olav Vavroš betont. Raphael Kammer: „Wir wollen Unternehmen bei der Digitalisierung helfen. Auch in Bereichen, die den administrativen Finanzbereich betreffen, aber nicht mit dem Ziel, hier oft langjährige und vertrauensvolle Verbindungen zu den Steuerberatern zu unterbrechen. Das möchte ich ausdrücklich betonen. Ich persönlich habe zwar den Wissenshintergrund aus dem Steuerbereich, aber uns als dpk digital GmbH geht es um praktische Umsetzung von Digitalisierung im Unternehmen.“

Digitalisierung in den Unternehmen ist auch ein großes Thema innerhalb der Behörde. Darauf baut Olav Vavroš: „Es gibt bereits eine ganze Reihe von Förderprojekten. 40 konkrete Fälle haben wir bereits bearbeitet.“ Und er sagt: „Digitalisierung fängt im Kleinen an – und hört nie auf. Wir wollen die Unternehmen und ihre Mitarbeiter im Rahmen der Qualifizierung bei der Digitalisierung finanziell unterstützen. Da kommen verschiedene Wege in Frage, die individuell durch unser Beraterteam geklärt werden. Wichtig ist die Zusammenarbeit mit allen Bildungsträgern. Ich glaube, wir können mit dem Hamburger Weiterbildungsbonus auch kleineren Unternehmen Mut machen, den Schritt in die digitale Zukunft zu gehen.“ wb

Web: https://www.weiterbildungs­bonus.net, https://www.zwei-p.org/