Fachkräftemangel: Not macht erfinderisch

Veränderung im Handumdrehen: Um Unternehmern neue Wege zu Auszubildenden nahezubringen, setzt die Arbeitsagentur beim „Business-Talk“ auch auf Improvisationstheater. Foto: Heumer

Wer gute Fachkräfte sucht, sollte sie mit guten Argumenten locken. „Arbeit muss Sinn und Spaß machen“, betonte Unternehmensberater Cornils Rasmussen beim „business talk“ der Arbeitsagentur Bremerhaven.

Der Fachkräftemangel greift um sich. Insbesondere kleine und mittlere Firmen bekommen verstärkt Probleme, geeignete Mitarbeiter zu finden. „Not sollte erfinderisch machen“, lautete die Botschaft beim „business talk“, mit dem die Arbeitsagentur in Bremerhaven Unternehmern in lockerer Runde neue Ansätze zur Personalakquise vermittelte. Für Unternehmensberater Rasmussen ist die Frage der Honorierung von Arbeit nicht mehr das entscheidende Argument bei der Suche nach Mitarbeitern: „Arbeitnehmer wollen etwas Sinnvolles tun und das, was sie am besten können.“

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Entsprechend sollten Unternehmer auf die Qualifikation und Wünsche auch der langjährigen Mitarbeiter achten – es sei der beste Weg, Personal zu halten. Ein sicheres Mittel, Fachkräfte zu bekommen, ist für den Chef der Arbeitsagentur Bremen-Bremerhaven die Ausbildung.

Förderprogramm ist breit gefächert

Eindringlich appellierte Joachim Ossmann an die Arbeitgeber, nicht nur nach den Besten Ausschau zu halten. „Wenn Sie sich für einen scheinbar schwachen Auszubildenden entscheiden, lassen wir Sie nicht im Stich“, versicherte er den Besuchern des „business talk“. Die Arbeitsagentur hat ein breit gefächertes Förderprogramm unter anderem auch für die Ausbildung von Flüchtlingen. (heu)