Wirtschaft beteiligt sich an „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“

Fragen an die Zukunft: Besucher beim „Zukunftsstadt-Tag“ in der Leuphana Universität in Lüneburg.Fragen an die Zukunft: Besucher beim „Zukunftsstadt-Tag“ in der Leuphana Universität in Lüneburg.

Wie werden wir 2030 leben?“ Und „Mit welchen konkreten Schritten stellen wir uns auf zukünftige Herausforderungen ein?“ Diese Fragen stehen im Zentrum des Projekts „Zukunftsstadt Lüneburg 2030+“, mit denen sich Hansestadt und Leuphana Universität Lüneburg gemeinsam mit Bürgern auseinandersetzen. Der Prozess, der bereits im Jahr 2015 gestartet und durch den Wettbewerb „Zukunftsstadt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterstützt wird, befindet sich seit Mai 2017 in einer zweiten Phase. Hier sollen konkrete Maßnahmen für eine spätere Umsetzung in Reallaboren entwickelt werden.

Anlässlich der Leuphana Konferenzwoche fand Anfang März ein sogenannter „Zukunftsstadt-Tag“ statt. Er diente dazu, die zuvor in Workshops erarbeiteten 17 „Lüneburger Lösungen“ einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Ziel der Veranstaltung im Libeskind-Gebäude auf dem Unicampus war es auch, Reaktionen von den Lüneburgern zu bekommen

Medienkompetenz im Fokus

Einer der Lösungsvorschläge, der während der Veranstaltung großen Anklang fand und der von der Lüneburger Wirtschaftsförderung initiiert wurde, befasst sich mit dem Thema Medienkompetenz. Ziel ist es, sowohl im Bereich des technischen Know-hows als auch beim Thema des kritischen Umgangs mit (digitalen und analogen) Medien Wissen zu erweitern, Fähigkeiten auszubauen und die Kompetenzen in einer sich rasant verändernden Arbeitswelt anzuwenden. Hierzu bedarf es einer langfristigen Zusammenarbeit. Sie soll mittels einer lokalen Verantwortungsgemeinschaft unter dem Titel »Allianz Medienkompetenz« entwickelt werden, die sich aus lokalen Schulen, Unternehmen und der Universität zusammensetzt. Sie soll die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im Sinne des lebenslangen Lernens in der Bildungsregion Lüneburg fördern.

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Pilotprojekte könnten für diese neue Zusammenarbeit in Lüneburg eine Initialzündung sein. Entsprechende Bausteine hierfür stellte die Wirtschaftsförderung Lüneburg in Kooperation mit Unternehmen bei dem „Zukunftsstadt-Tag“ vor, beispielsweise die transmediale Kinderplattform »Das Leben ist Jippie«, für die die Deutsche UNESCO-Kommission im Jahr 2018 die Schirmherrschaft übernommen hat, sowie MINT-Fach-bezogene Videoclips für die Verwendung im Schulunterricht. In den kommenden Wochen erfolgt nun die Auswertung der bei dem „Zukunftsstadt-Tag“ gewonnenen Erkenntnisse. Mit dem Konzept für die Einrichtung von Reallaboren, in denen die wissenschaftlich begleitete Umsetzung der Themen stattfinden soll, bewirbt sich Lüneburg anschließend um die dritte Phase im Wettbewerb »Zukunftsstadt«, die Anfang 2019 startet. ms