Wirtschaft benennt Stärken und Schwächen im Landkreis Harburg

IHK-Umfrage zur Standortzufriedenheit: Fachkräftemangel und unzureichende Breitband­anbindungen sind die wichtigsten Handlungsfelder

Michael Spethmann

Michael Spethmann

In Sachen Standortattraktivität be­werten die Unternehmen den Landkreis Harburg im Durchschnitt mit der Note 2,5. Das ist das Ergebnis der aktuellen Standort­umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Lüneburg-Wolfsburg. Als bedeutendste Handlungsfelder benennen die Unternehmen den Fachkräftemangel, das fehlende politische Verständnis für betriebliche Angelegenheiten und die unzureichende Breitbandinfrastruktur.

Zum zweiten Mal nach 2015 hatte die IHK Betriebe aufgefordert, ihre Region zu bewerten. Anhand von 30 Faktoren aus den Bereichen Infrastruktur, Lebensqualität, Arbeitsmarkt/Beschäftigung, Standortkosten und wirtschaftspolitisches Umfeld fällten mehr als 1200 Unternehmen im gesamten IHK-Bezirk ihr Urteil, davon 275 aus dem Landkreis Harburg. Punkten kann die Region vor allem bei dem örtlichen und überörtlichen Straßennetz sowie beim Sport-, Freizeit- und Kulturangebot.

„In den vergangenen Jahren hat sich der Landkreis Harburg positiv entwickelt“, sagt IHK-Vizepräsident Michael Spethmann, besonders bestellter Bevollmächtigter der Ostfriesischen Tee Gesellschaft GmbH & Co. KG aus Seevetal. Die Region verzeichne enorme Bevölkerungszuwächse und eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung: „Langfristig wird sich das Wachstum aber nur fortsetzen, wenn Wirtschaft, Politik und Verwaltung gemeinsam daran arbeiten, ausreichend geeignete Fachkräfte an die Region zu binden sowie den Breitbandausbau und die Digitalisierung voranzutreiben.“

Die Umfrageergebnisse geben IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Zeinert zufolge „wichtige Impulse für Politik und Verwaltung in den Städten, Gemeinden und Landkreisen, um unsere Region erfolgreich für die Zukunft aufstellen zu können“. Im Vergleich zur Umfrage 2015 liegen im gesamten IHK-Bezirk Lüneburg-Wolfsburg die Zufriedenheitswerte bei fast allen Standortfaktoren jetzt im Durchschnitt niedriger. „Alleine daran lässt sich der große Handlungsbedarf erkennen“, sagt Zeinert.

>> Web: www.ihk-lueneburg.de