Ehemaliger Flugplatz Luneort ist bald startklar für Firmen

Einflugschneise für Arbeitsplätze: Auf dem ehemaligen Flugplatz Luneort lässt die BIS Bremerhaven Gewerbe- und Industrieflächen herrichten. Die frühere Start-und-Lande-Bahn wird zur Schwerlasttrasse. Foto: BIS Bremerhaven/Scheer

Der frühere Flugplatz Luneort im Süden Bremerhavens kann bald neuer Standort für Industrie und Gewerbe werden. Die BIS Bremerhaven lässt das Areal derzeit im Auftrag der Fischereihafenbetriebsgesellschaft FBG entsprechend aufbereiten.

Im südlichen Bereich des Geländes werden derzeit rund 200000 Kubikmeter an Erdreich und Sand bewegt. Der Kampfmittelräumdienst sondiert die Flächen südlich der ehemaligen Querlandebahn, damit im Anschluss die Flächen aufgesandet und für eine Gewerbeansiedlung vorbereitet werden können. Die Aufsandung ist zur Bodenverdichtung erforderlich und damit Voraussetzung für die spätere Bebauung. Im Schnitt dauert eine solche Vorbelastung etwa sechs Monate. Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte des Jahres 2019 abgeschlossen sein.

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Im September 2018 erfolgte bereits der „Lückenschluss“ zwischen der Schwerlasttrasse parallel zur Straße Am Luneort und der ehemaligen Start-und-Lande-Bahn. Neben Sand wurden hochverdichtete Schotterschichten eingebaut, und abschließend noch eine 30 Zentimeter starke Asphaltschicht aufgetragen. Die 15 Meter breite Trasse ist nun für eine Belastung von bis zu sieben Tonnen Gewicht pro Quadratmeter ausgelegt. Zudem soll die ehemalige Start- und-Lande-Bahn auch als Zuliefertrasse für den künftigen Offshore-Terminal Bremerhaven genutzt werden.

Zukünftige Gewerbeansiedlungen

​Mit der Erschließung von rund 100 Hektar auf dem ehemaligen Flugplatzgelände sichert sich Bremerhaven den Raum für zukünftige Gewerbe- und Industrieansiedlungen. Eine ausreichend große Zahl baureifer Gewerbeflächen ist für die Wirtschaftsförderung unverzichtbar, damit Unternehmen ihre Expansionspläne kurzfristig in die Tat umsetzen können. „Wir können nicht erst mit der Erschließung beginnen, wenn die ersten Anfragen vorliegen“, ist Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen des Landes Bremen, überzeugt.

Engpass bei Gewerbeflächen

Für die BIS Bremerhaven sind solche Gewerbeflächen ein wichtiges Instrument, um den Standort Bremerhaven mittelfristig konkurrenzfähig zu halten. Die Wirtschaftsförderer wollen Flächenengpässen sowohl für kleine und mittlere Unternehmen entgegensteuern und Ansiedlungsinteressenten großflächig Platz für Gewerbe und Industrie anbieten. Voraussetzung ist die zeitnahe Erschließung der Flächen. (heu)