Bispingen: Gewerbegebiet Gauß’scher Bogen eingeweiht

Großaufgebot: Hier schneiden Initiatoren, Betreiber und Wegbereiter das symbolische Band durch. Damit ist das Gewerbegebiet Gauß´scher Bogen in Bispingen eingeweiht. Foto: WLH

Das ist gelebte Wirtschaftsregion Nordheide – WLH-Projekt im Heidekreis realisiert.

„Wir sind fertig.“ Mit diesen Worten hat Wilfried Seyer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg GmbH (WLH), am 15. März 2018 das Bispinger Gewerbegebiet Gauß´scher Bogen eröffnet. Erstmals hat die WLH damit ein Gewerbegebiet außerhalb des Landkreises Harburg realisiert. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bispingen sind direkt an der A7 in Nachbarschaft zu Snow Dome und Kartbahn 14,5 Hektar Fläche für Gewerbeansiedlungen entstanden. 1,6 Hektar sind davon für Tourismuseinrichtungen vorgesehen.

Die WLH hat in Bispingen 8,3 Millionen Euro brutto investiert. 1,8 Millionen Euro Fördermittel erhielt die WLH von der NBank, sodass die Netto-Investitionssumme bei 6,5 Millionen Euro liegt. Die Grundstücke werden ab 48 Euro pro Quadratmeter angeboten und sind an das gemeindeeigene Glasfasernetz angeschlossen. Die WLH hat die Zufahrtsstraßen gebaut, für Oberflächenentwässerung und ökologische Ausgleichsmaßnahmen gesorgt und übernimmt als Eigentümerin auch die Vermarktung. Die ersten Grundstücke sind bereits vergeben an einen sogenannten Glasfaser-Repeater und an das Abenteuerlabyrinth Lüneburger Heide. Investor Jörg Oster baut hier einen Irrgarten, der zugleich dazu einlädt, die Lüneburger Heide näher kennenzulernen.

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„Wir wollen den Kommunen helfen“

„Gemeinden sollten Ansiedlungswilligen Bauland anbieten können – für Wohnungen ebenso wie für Gewerbe“, sagte Seyer. „Wir wollen den Kommunen helfen, ihre Wirtschaftskraft zu erhalten. Jeder Arbeitsplatz ist Teil der Wertschöpfungskette. Der Gauß´sche Bogen ist ein gutes Beispiel dafür.“

An dem Festakt nahmen nicht nur Vertreter von Rat und Verwaltung der Gemeinde Bispingen teil, sondern auch aus den Nachbargemeinden und benachbarten Betrieben. „Für uns ist das ein Zeichen von Akzeptanz für neue Gewerbegebiete“, sagte Seyer. Mit der Initiative Wirtschaftsregion Nordheide werben sechs Gemeinden entlang der A7 gemeinsam um Investoren. „Das sind die Perlen entlang der A7 in attraktiver Lage zwischen Hamburg und Hannover“, betont Seyer.

Bispingens Bürgermeisterin Sabine Schlüter blickte zurück auf die Vorgeschichte des Gauß´schen Bogens, der sich an den Horstfeldweg anschließt. „Was wird aus dem Horstfeld?“ sei eine der häufigsten Fragen an sie gewesen, als sie vor sieben Jahren ihr Amt antrat. Konkret wurde es, als sie Wilfried Seyer 2013 bei einer Veranstaltung der Metropolregion Hamburg kennenlernte. Im August 2014 schlossen die Gemeinde Bispingen und der Landkreis Harburg einen städtebaulichen Vertrag, im Juni 2016 trat der Bebauungsplan inkraft. Baubeginn war am 8. Februar 2017.

„Wir schauen nach Hamburg“

„Wir sind die Kommune im Norden des Heidekreises, die nach Hamburg schaut. Wir sehen uns als Türöffner für die Metropolregion“, sagte Sabine Schlüter.

Als einer der vier größten Tourismusstandorte Niedersachsens ist Bispingen auch das Ziel vieler Ausflügler aus der Metropolregion Hamburg. Der Name Gauß´scher Bogen sei gut gewählt, so die Bürgermeisterin. Der Naturwissenschaftler Carl Friedrich Gauß nutzte um 1820 auch den nahegelegenen Wilseder Berg für seine Berechnungen zur Landvermessung.

Ansprechpartner für das Gewerbegebiet Gauß´scher Bogen bei der WLH ist René Meyer, Telefon 0 41 81/92 36 0, E-Mail: meyer@wlh.eu.

Hintergrund: Die Wirtschaftsregion Nordheide

Unter der Marke Wirtschaftsregion Nordheide bündeln sechs Gemeinden in den Landkreisen Harburg und Heidekreis ihre Stärken und präsentieren sich gemeinsam als attraktiver Wirtschaftsstandort. Beteiligt sind die Gemeinden Seevetal, Marxen, Hanstedt, Salzhausen, Egestorf und Bispingen – die alle an der Autobahn 7 liegen.

Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Harburg (WLH) hat die Wirtschaftsregion Nordheide initiiert, um die beteiligten Kommunen bei der Ansiedlung von Gewerbebetrieben zu unterstützen und mit Arbeitsplätzen und Steuerkraft einen sehr wichtigen Baustein für die Daseinsvorsorge der Städte und Gemeinden zu liefern. www.wirtschaftsregion-nordheide.eu