Gut besuchte Harburger Wohnungsbaukonferenz 2018

Foto:Bente Stachowske / Bezirksamt Harburg“Wohnungsbaukonferenz 2018 || Foto:Bente Stachowske / Bezirksamt Harburg“

Wie viel Dichte braucht beziehungsweise verträgt die Stadt?

Unter dieser Fragestellung richtete das Bezirksamt Harburg – Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung eine öffentliche Konferenz zum Wohnungsbau in Harburg aus. Ca. 140 Besucherinnen und Besucher informierten sich über die Rahmenbedingungen, Beispiele aus der Praxis, Vorteile aber auch über die Grenzen einer höheren Dichte im Wohnungsbau.

Die neue Bezirksamtsleiterin Sophie Fredenhagen begrüßte Bürgerinnen und Bürger sowie das Fachpublikum mit Vertreterinnen und Vertretern von Wohnungsunternehmen, Projektentwicklern, Investoren sowie aus Verwaltung und Bezirkspolitik zur Veranstaltung. Der Dezernent für Wirtschaft, Bauen und Umwelt, Jörg Penner gab mit seinem Impulsvortrag zunächst einen Überblick über die aktuellen Wohnungsbauprojekte in Harburg. Er beleuchtete die aktuellen Herausforderungen und Strategien für die Umsetzung der Senatsziele „Mehr Stadt in der Stadt“ sowie „Mehr Stadt an neuen Orten“. Ricarda Pätzold vom Deutschen Institut für Urbanistik in Berlin referierte zum Thema „Flächenfraß und Bodenpolitik in der Bundesrepublik“ und zeigte auf, wie flächensparsames Bauen begünstigt werden könnte. Dr. Cornelia Peters (Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg) wiederum bezog sich in ihrem Vortrag auf die Hamburger Strategien, die die Qualität des Freiraums und die Erschließung neuer Freiräume mit den Entwicklungen im Wohnungsbau verbinden. Klaus Dömer (Architekt aus Münster) zeigte in seinem Vortrag Ansätze für kreative Lösungen und anschauliche Bespiele für eine qualitative Dichte im Wohnungsbau.

Anzeige

In den sich anschließenden drei Themenkreisen führten die jeweils ca. 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregte Diskussionen zu den Themen „Verdichteter Wohnungsbau in neuen Stadtquartieren, „Nachverdichtungsansätze für den Siedlungswohnungsbau der 1950er, 60er und 70er Jahre“ sowie „Freiraum und Dichte“. Durch alle drei Themenkreise zog sich die Erkenntnis, dass eine Verdichtung im Wohnungsbau immer einhergehen sollte mit einem Mehrwert für die Bewohner. Es müssen entsprechende Infrastrukturangebote geschaffen werden, damit eine lebendige und urbane Wohnqualität in den Stadtquartieren gelingt. Integrierte, quartiersbezogene Konzepte sind notwendig, um in den Quartieren mit mehr Dichte auch mehr Lebensqualität zu schaffen.

Die Fachkonferenz wird im Rahmen einer Dokumentation zusammengefasst und im Dezember 2018 auf der Website des Bezirksamts Harburg unter http://www.hamburg.de/stadtplanung-harburg veröffentlicht.