„IT macht Schule“ in der Region Lüneburg

Grafik: Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH für Stadt und Landkreis LüneburgGrafik: Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH für Stadt und Landkreis Lüneburg

Berufsorientierung in der IT-Branche.

Mit dem Projekt „IT macht Schule“ hat der Verein Technologiezentren Niedersachsen (VTN) ein Angebot entwickelt, um Jugendliche im Rahmen der Berufsorientierung auf Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der IT-Branche aufmerksam zu machen. Es wurde zwei Jahre lang in Hannover erprobt und kommt nun auch nach Lüneburg. Seit dem 01.01.2020 existiert bei der Wirtschaftsförderung Lüneburg (WLG) ein entsprechendes Projektbüro. Grund für das Engagement ist der, gerade im IT-Bereich, immer deutlicher spürbare Fachkräftemangel. Im vergangenen Jahr befand sich die Nachfrage nach IT-Fachleuten, gemessen am Bestand der gemeldeten Arbeitsstellen, auf Höchstniveau, meldete die Bundesagentur für Arbeit.

Mit 20.000 Jobangeboten überstieg der Stellenbestand den des Vorjahres um 16 Prozent. Erst vor wenigen Jahren sind zahlreiche neue Ausbildungsberufe entstanden und auch an den Hochschulen gibt es jede Menge Studiengänge im Bereich Informatik. Allerdings liegt die Abbrecherquote bei circa 50 Prozent, berichtet der Branchenverband Bitkom. Denn die Erwartungshaltung und die Inhalte gingen stark auseinander. „IT macht Schule“ setzt daher auf die Vermittlung von Schülern in Betriebspraktika. Dazu arbeitet das Projekt mit Unternehmen zusammen, die selbst in IT-Berufen ausbilden. Mittels spezieller Programme und Fachaufgaben bekommen die Praktikanteninnen konkretere Vorstellungen von den angestrebten Ausbildungsberufen. Dazu gehören neben IT-Systemkaufmannfrau, Fachinformatikerin – Systemintegration, Informatikkaufmannfrau auch der Beruf IT-Systemelektronikerin und Fachinformatikerin – Anwendungsentwicklung.

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Und so können sich Interessierte Schüler und Schülerinnen um einen Praktikumsplatz bewerben: Sie melden sich im Projektbüro von „IT macht Schule“ und nennen das Praktikumsdatum und ihren Wunschberuf. Dieses benennt ihnen ein Partnerunternehmen, an das die Bewerbungsunterlagen übersandt werden können. Nach Sichtung der Unterlagen kann ein Vorstellungstermin beim Unternehmen stattfinden. Wird ein Praktikum vereinbart und durchgeführt erhält der/die Praktikant/in am Ende ein Zertifikat. Damit es ausreichende Praktikumsplätze gibt, unterstützt „IT macht Schule“ die teilnehmenden Unternehmen mit vorbereiteten Fachaufgaben, Stundenplänen, Personal und Anleitungen bei der Durchführung eines Praktikums.

Das Projekt möchte vor allem auch Mädchen ermutigen, sich mit IT-Berufen näher zu beschäftigen. Das es diesbezüglich noch Informationsbedarf gibt, zeigte die Ende 2019 veröffentlichte Pisa-Studien- Sonderauswertung der OECD. Danach sind Jungen, die bei den Pisa-Tests in Mathematik und Naturwissenschaften besonders gut abschneiden, weitaus häufiger an einem Beruf im Bereich Naturwissenschaft oder Informationstechnologien interessiert als Mädchen. Das lässt sich ändern. An dem Projekt interessierte Unternehmen und Lehrkräfte melden sich bei kai.subel@itms.online. Eine Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen auch unter https://itms.online/.