OECD blickt auf die Metropolregion Hamburg

Untersuchung der Chancen und Herausforderungen im internationalen Maßstab.

Die OECD analysiert in den nächsten 1,5 Jahren, wie die Metropolregion Hamburg im internationalen Vergleich in Bereichen der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit aufgestellt ist. Dabei wird sie auch die Attraktivität als Arbeits- und Lebensraums untersuchen. Die Metropolregion Hamburg ist die erste deutsche Region, die sich einem solchen OECD-Gutachten stellt.

Der Regionsrat, oberstes Gremium der Metropolregion Hamburg, hat beschlossen, die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um die Durchführung einer Standortbestimmung zu bitten. Dies trägt dem Wunsch Rechnung, die Metropolregion in globalen Zukunftsthemen untersuchen zu lassen. Ziel ist es, Impulse für die Stärkung der Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit sowie der Steigerung der Attraktivität des Arbeits- und Lebensraums zu erhalten.

Mit über 25 solcher „Territorial Reviews“ kann die OECD auf einen umfassenden Erfahrungsschatz bei der weltweiten Analyse von Regionen zurückgreifen. Sie ist das wichtigste internationale Forum für den Erfahrungsaustausch über Regionalpolitik. Die bei ihr vorliegenden Vergleichsdaten zur Wettbewerbsfähigkeit und Struktur von Regionen sind einmalig. Die OECD genießt weltweit eine hohe Akzeptanz, da sie als staatlich unabhängige, supranationale Organisation zur Neutralität verpflichtet ist. Sie kann nicht beauftragt werden, sondern bietet den Mitgliedsstaaten ihre Expertise an. Regionen wie Chicago, Rotterdam-Den Haag und „Western Scandinavia“ haben in den letzten Jahren gute Erfahrungen mit einem solchen „Territorial Review“ gemacht. Die Metropolregion Hamburg ist die erste deutsche Region, die sich dieser Untersuchung stellt.

Auf der Suche nach dem besten Weg zur Erhöhung der nationalen und internationalen Wettbewerbsfähigkeit wird die OECD jetzt durch Datenerhebungen, Gespräche und Vergleiche den Standort der Metropolregion im internationalen Wettbewerb ermitteln. Sie arbeitet heraus, wo Änderungen sinnvoll sind und gibt Empfehlungen, wo und wie die Zusammenarbeit vertieft werden sollte. Im Rahmen der Untersuchung steht die OECD mit der Unternehmerseite genauso in Dialog wie mit Gewerkschaften, Vertretern der Zivilgesellschaft und der politischen Ebene, da nur so ein ausgewogenes Gutachten erstellt werden kann.

Der „OECD Territorial Review Metropolregion Hamburg“ wird voraussichtlich im Frühsommer 2019 fertiggestellt. Daran soll sich die politische Diskussion der Ergebnisse anschließen, um zu gemeinsamen Umsetzungsschritten zu kommen. Den Auftakt für die politische Diskussion wird die Regionalkonferenz 2019 bilden, die kurz nach der Veröffentlichung des Reports stattfinden soll.