Planfeststellungsbeschluss für A 26

Bauabschnitt 4 des Neubaus der A 26 (West) genehmigt.

Mit Planfeststellungsbeschluss vom 21.12.2018 hat die Hamburger Planfeststellungsbehörde den Bauabschnitt 4 des Neubaus der A 26 (West) genehmigt. In dem vorangegangenen Planfeststellungsverfahren, in dem am Ende zahllose Einwendungen und Stellungnahmen zu bewältigen waren, wurden die Planungen entsprechend den Ergebnissen der öffentlichen Beteiligung mehrfach geändert und insbesondere um umfangreiche Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen ergänzt.

Die individuellen Zustellungen des Planfeststellungsbeschlusses an Einwender und die Vereinigungen, die Stellungnahmen abgegeben haben, erfolgen demnächst. Der Zeitraum der Auslegung der Planunterlagen sowie die Auslegungsorte werden u.a. im Amtlichen Anzeiger und auf der Internetseite www.hamburg.de/bwvi/np-planfeststellungsverfahren/ bekanntgemacht.

Anzeige

Die A 26 bietet zukünftig eine verbesserte Anbindung des Süderelberaums an die großen Nord-Süd-Verbindungen A 1 und A 7 sowie eine direkte Verbindung der Häfen an Nord- und Ostsee. Sie soll die zurzeit wichtigste Straßenverbindung südlich der Elbe entlasten: die B 73 zwischen Hamburg und Cuxhaven. Die Bundesstraße wird von vielen Pendlern von und nach Hamburg genutzt, und auch der Lkw-Verkehr nimmt dort stetig zu. Rund 10 Prozent der Fahrzeuge sind Lkw. Die Folge: viele Autofahrer weichen auf parallele Landes-, Kreis- und Stadtstraßen aus. So entstehen mehr Unfälle und erhebliche Belästigungen für die Anwohner durch Lärm und Schadstoffe.

Die A 26-West auf Hamburger Gebiet ist der Lückenschluss von der niedersächsischen Landesgrenze bis zur A 7. Gemeinsam mit der A 26-Ost (Hafenpassage) hat der Deutsche Bundestag diese überregionale Verbindung in die höchste Priorität eingestuft. Der Verlauf ist so gewählt, dass einerseits der sogenannte Moorgürtel und das Vogelschutzgebiet südlich der A 26 und andererseits die Wohnbevölkerung und landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere der Obstanbau nördlich der A 26, so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Hamburg konnte in den letzten Monaten beim Bund erreichen, dass weitere zusätzliche Schutzmaßnahmen für Natur und Landschaft realisiert werden können. Hamburg wird in enger Abstimmung mit Niedersachsen den Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Neu Wulmstorf und der A 7 bauen.

Senator Michael Westhagemann:

„Mit der Planfeststellung haben wir einen weiteren Schritt in der Planung und Umsetzung der gesamten A 26 erreicht. Diese Autobahn ist wichtig für unsere Hafenverkehre und um die Bürgerinnen und Bürger in den anliegenden Gebieten vom Verkehr zu entlasten. In zahlreichen Abstimmungsrunden mit Naturschützern und Obstbauern konnte insgesamt ein Ausgleich gefunden werden. Unvermeidliche Beeinträchtigungen des sensiblen Landschafts- und Kulturraums durch den Autobahnbau wurden mittels Planänderungen minimiert. Ebenso wird es zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserungen für den Naturhaushalt und der Landwirtschaft geben.“