Wirtschaft im Land Bremen auf stabilem Niveau

Leichte Schwäche: In einem insgesamt guten Jahr ging der Export am Ende leicht zurück. Foto: Heumer

Unterm Strich war 2018 ein gutes Jahr, auch wenn es in der zweiten Hälfe zu schwächeln begann. Das zeigt der Jahresbericht der
Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven.

Eine robuste Binnennachfrage und in der zweiten Jahreshälfte ein weniger stark steigender Export haben in 2018 die Situation der bremischen Wirtschaft geprägt. In der Folge habe sich die wirtschaftliche Entwicklung verlangsamt, sei aber auf stabilem Niveau geblieben, stellt die Handelskammer im Jahresbericht fest. In naher Zukunft wird sich dieser Trend fortsetzen: „Die Unternehmen müssen sich auf schwächere Impulse in der Auslandsnachfrage einstellen“, sagte Präses Janina Marahrens-Hashagen.

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Das aktuelle Thema „Brexit“ sowie die drohenden Erosionsprozesse am politischen Rand der Europäischen Union bergen weitere Risiken. Die Einheit Europas und der offene Verkehr von Gütern, Dienstleistungen, Menschen und Kapital seien für das vom Export lebende Bundesland Bremen besonders wichtig. „Europa ist eine Erfolgsgeschichte. Die Einheit in Europa ist maßgeblich für unseren wirtschaftlichen Erfolg“, sagte die Handelskammer-Präses. Gleichzeitig warb sie für ein geschlossenes Auftreten der EU, um in Zeiten drohender Handelskriege auf Augenhöhe agieren zu können.

Sorge um den Fachkräftenachwuchs

Neben den Unsicherheiten, die der Welthandel 2018 mit sich brachte, sorgten sich bremische Unternehmen besonders um den Nachwuchs an qualifizierten Fachkräften. „In den stetig steigenden Arbeits- und Akquisekosten auf dem in manchen Branchen nahezu leergefegten Fachkräftemarkt sehen die Unternehmen eines ihrer größten Geschäftsrisiken“, sagte die Handelskammer-Präses. Um diesem Mangel zu begegnen, müsse die Stadt Bremen verstärkt in die Infrastruktur und „weiche Standortfaktoren“ investieren. (heu)