Wasserstoff als verbindendes Element

Talkrunde zu den brennenden Themen in der Metropolregion Hamburg Süd: IHK-Hauptgeschäftsführerin Maike Bielfeldt (von links), Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher, Moderator Wolfgang Becker (Objektleiter Business & People), Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber und Thomas Falk, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Elbe-Weser. Fotos: Photographie Martin Elsen

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher beim 18. Stader Wirtschaftstag – Metropolregion will enger zusammenrücken
Von Lars Strüning

Der Titel des 18. Stader Wirtschaftstages klang etwas vage: „Chancen und Herausforderungen für die Metropolregion Hamburg und Norddeutschland“. Und auch die Ausführungen von Gastredner Dr. Peter Tschentscher, dem Ersten Bürgermeister der großen Nachbarhansestadt Hamburg, blieben eher im Allgemeinen. Dennoch mussten die 140 Gäste aus Wirtschaft und Politik ihr Kommen nicht bereuen. Vielleicht waren sie Taufpaten einer neuen Zusammenarbeit zwischen Hamburg und der Elbe-Weser-Region.

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Der 18. Wirtschaftstag könnte die Geburtsstunde einer Wasserstoff-Allianz an der Unter­elbe sein. Es war Tschentschers ausdrücklicher Wunsch zum Abschluss seiner Rede und einer kurzen Talkrunde im Königsmarcksaal des historischen Rathauses, in die Wasserstoffpläne an der Küste mit einbezogen zu werden. Damit könnte die Idee, Wasserstoff als einen Energieträger der Zukunft zu etablieren, neuen Schub bekommen. Der Elbe-Weser-Raum ist bereits Wasserstoffregion, wie Maike Bielfeldt als Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer (IHK) ausführte – und damit Tschentscher hellhörig machte. Stades Bürgermeisterin Silvia Nieber verwies auf den Wasserstoffzug der EVB, der auch zwischen Buxtehude und Bremerhaven fährt. Die Dow arbeite an der Idee, überschüssigen Windstrom per Elektrolyse in Wasserstoff zu verwandeln und zum Beispiel in ausgesolten Salzkavernen bei Harsefeld zu lagern.

Die Wasserstofftechnologie biete enorme Chancen, sagte Thomas Falk, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Elbe-Weser. Dass Windräder stillstehen müssten, weil der Strom nicht benötigt werde oder nicht abtransportiert werden könne, bezeichnete er als Wahnsinn – und traf damit den Nerv des Hamburger Bürgermeisters. Windkraft, so Tschentscher, sei der große Trumpf des Nordens. Damit ist er sich auch mit der Regierung in Schleswig-Holstein einig, mit der er sich ohnehin eng abstimme.

Das größte Thema: Der Verkehr

Der Verkehr ist das Thema, das die Menschen aus dem Landkreis Stade mit Hamburg verbindet. Die Forderungen aus der Region sind deutlich formuliert: schneller Weiterbau der A26 bis zur A7 und Beibehaltung der Fernzügehalte in Harburg. Die Pläne der Bahn für Harburg gingen gar nicht, weil der Hamburger Hauptbahnhof noch stärker belastet würde, kritisierte Tschentscher. Beim Weiterbau der A26 wollte sich der Senatschef nicht festlegen auf ein Datum. Das sei zum jetzigen Zeitpunkt unseriös. Die Planungen auf Hamburger Grund seien einigermaßen im Trockenen, sagte er.