Das ist der Tobaben-Blues

Ford Store in HarburgDer einzige südlich der Elbe bis Hannover: Der neue Ford Store in Harburg trägt auf der Fassade das gigantische Logo. Foto: Wolfgang Becker

Neue Fassade an der Buxtehuder Straße komplettiert den Ford Store.

An dieser Fassade kommt niemand vorbei – sie zieht die Blicke automatisch an: Die Buxtehuder Straße 88 in Harburg erstrahlt neuerdings in einem übermächtigen Blau und signalisiert den täglich zigtausenden Vorbeifahrenden, dass hier etwas Neues passiert. Tatsächlich handelt es sich um den einzigen Ford Store südlich der Elbe. Und „südlich der Elbe“ bedeutet in diesem Fall „bis Hannover“. Erst dort gibt es den nächsten Premium-Anlaufpunkt. Dass Tobaben zu den exklusiven Anbietern dieses Marketing-Konzepts gehört, darf gern als besondere Auszeichnung verstanden werden. Im Ford Store werden beispielsweise Fahrzeuge wie der legendäre Mustang und der neue Ford Edge vorgestellt. Außerdem können hier die veredelten „Vignale“-Modelle angeschaut und Probe gefahren werden.

Jan Busse, der die Geschäfte gemeinsam mit seinem Bruder Dirk führt, ist mit dem Store-Konzept hochzufrieden. Die eigentliche Ausstellungsfläche ist schon im vorigen Jahr auf den modernsten Stand gebracht worden – die Fassa-de ist nun auch fertig und taucht den Vorplatz der Harburger Tobaben-Filiale in blaues Licht.

Der Harburger Ford Store ist gut ins Rennen gestartet. Jan Busse: „Wir haben seit der Umstellung fast vier Dutzend Mustangs verkauft und eine Warteliste. Das zeigt uns: Das Store-Konzept geht auf.“ Nur im Ford Store können Kunden die PS-starken Sportwagen Probe fahren. Mit dem neuen Modell Edge bietet Ford jetzt darüber hinaus einen attraktiven SUV an – zu einem Einstandspreis vor etwa 42.000 Euro.

Ebenfalls ein Store-Thema ist der Mondeo Vignale. Die Luxusausstattungsvariante war zunächst auf den Mondeo zugeschnitten worden, wird jetzt auch auf andere Modelle übertragen. Der erste S-Max Vignale steht im Store an der Buxtehuder Straße. Und Jan Busse kündigt an: „Im Januar wird es auch den Edge und den Kuga als Vignale-Modelle geben.“ wb


Info: Ein Vierteljahrhundert

Frauke und Karl-Heinz Busse

Frauke und Karl-Heinz Busse kauften 1991 die Autohaus-Tobaben-Gruppe.

25 Jahre ist es her, dass sich Margret und Friedrich Tobaben aus Altersgründen aus dem Fahrzeuggeschäft zurückzogen und das Unternehmen an das Bremer Kaufmannsehepaar Frauke und Karl-Heinz Busse übergaben. Die Übernahme war „freundlich“, wie es an der Börse heißen würde, aber dort ist das familiengeführte Autohaus mit seinen Standorten in Harsefeld, Stade, Buxtehude und Harburg natürlich nicht vertreten.

Das Ehepaar Busse baute das Unternehmen Tobaben gemeinsam mit den Söhnen Jan und Dirk nach hanseatischer Tradition solide aus und zog sich 2015 aus dem Geschäft zurück. Jan und Dirk Busse haben als geschäftsführende Gesellschafter die Aufgabe, das Autohaus Tobaben in die Zukunft zu führen. Ein aktueller Höhepunkt: Bereits im vorigen Jahr wurde der Standort Harburg zum Ford Store ausgebaut – dem einzigen im Hamburger Süden. Bemerkenswert ist, das die beiden Geschäftsführer ihre berufliche Karriere völlig artfremd in der Lebensmittelbranche begannen: Jan Busse machte eine Ausbildung zum Industriekaufmann in der Bremer Brauerei Beck, Dirk Busse erlernte den Beruf des Groß- und Außenhandelskaufmanns bei Eduscho in Bremen. Beide absolvierten anschließend die betriebswirtschaftliche Fachschule in Calw mit dem Abschluss als Kfz-Betriebswirt und fanden so den Einstieg in die Kfz-Branche (Honda und BMW).

Für Tobaben (Slogan „Fair und freundlich“) spricht die erfolgreiche Unternehmensgeschichte, aber
auch die Bindung zu den Mitarbeitern: Jeder fünfte  (Azubis nicht mitgerechnet) ist seit mehr als 25 Jahren dabei. wb