Chirurg aus Leidenschaft: Dr. Christopher Wenck

Dr. Christopher Wenck, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeral­chirurgie: „Darmkrebs verhindern durch Vorsorge!”

PORTRÄT Der Chefarzt ist spezialisiert auf Laparoskopie – Aber der Mensch steht im Fokus.

Dass er seinen Job liebt, sieht man ihm an. Die Augen strahlen, die feinen Hände fliegen zu den lebhaften Gesten nur so durch die Luft. Dr. Christopher Wenck ist mit Leib und Seele Arzt. Chirurg. Genauer: Viszeralchirurg. Einer, der vor allem Bauchorgane operiert. Im Gespräch mit Business & People schwärmt er von der Schönheit und Eleganz des menschlichen Körpers. Nicht etwa von schönen Frauen, nein, von Eingeweiden. Der Ordnung und der Klarheit.

Dabei bleibt dem leidenschaftlichen Chirurgen der Blick auf das „schöne Ganze“ oft verborgen: Seit Beginn seiner medizinischen Laufbahn operiert er hauptsächlich per Laparoskopie, der sogenannten Schlüssellochtechnik, bei der der Eingriff durch wenige winzige Schnitte durchgeführt wird. Mit vielen Vorteilen für den Patienten: Unkompliziertere Wundheilung, weniger Schmerzen, kürzerer Klinikaufenthalt – und nicht zuletzt minimale Narben.

Der Schwerpunkt der Abteilung für Allgemeine und Viszeralchirurgie liegt bei der Tumorchirurgie im Verdauungstrakt, insbesondere im Dick- und im Enddarm. „Grundsätzlich, aber insbesondere bei schwerwiegenden Erkrankungen, zählt der Kontakt zum Patienten“, betont der Spezialist. „Es geht nicht nur darum, in verständlichen Worten zu erklären, worum es geht und was wir planen, auch die Chemie muss stimmen!“ Ehrlichkeit ist ihm dabei besonders wichtig. „Ich behandele meine Patienten immer so, wie ich es mit meinen Familienangehörigen auch tun würde.“ Dazu gehören bei jedem Eingriff aufs Neue genaue Abwägungen. Mit seinen Kollegen aus anderen Disziplinen sitzt der Chirurg dann zusammen und diskutiert in der so genannten wöchentlichen „onkologische Konferenz“ , was im Einzelfall individuell das Beste sein würde.

Klar wird im Gespräch mit Business & People: Ein besonderes Anliegen ist ihm der Darmkrebs, nicht nur anlässlich des gerade vergangenen Darmkrebsmonats März. „Darmkrebs ist mittlerweile der dritthäufigste Tumor“ erklärt Wenck. „70 000 Neuerkrankungen – das entspricht einem ganzen Ort – und das, obwohl man so gut vorbeugen kann!“ Konkret: Spätestens mit 55 Jahren sollte man regelmäßig zur Darmspiegelung gehen. „Darmkrebs meldet sich ja nicht“, warnt der Fachmann. Wenn es überhaupt zu Blutungen oder Schmerzen kommt, ist der Tumor meist schon sehr weit fortgeschritten. Im Rahmen einer Darmspiegelung kann der Arzt nicht nur sehen, ob sich die Darmschleimhaut verändert hat, er kann auch erste Auffälligkeiten sofort entfernen und in die feingewebliche Untersuchung ge-ben. In den meisten Fällen ist eine Darmspiegelung ohne Befund – wenn jedoch etwas entdeckt wird, dann oft rechtzeitig genug, um einzugreifen. Operativ, gegebenenfalls mit Strahlen- und/ oder Chemotherapie.

„Dafür sind wir da – das Team der  HELIOS Mariahilf Klinik Hamburg“, so Dr. Wenck. „Wenn ein Patient rechtzeitig kommt, können wir ihm noch ein normales Leben schenken.“ um

Die Technik

Mit dem großen Neubau im letzten Jahr hat die HELIOS Mariahilf Klinik auch technisch noch einmal topaktuell aufgerüstet. Die Abteilung für Diagnostische und Interventionelle Radiologie verfügt über konventionelle digitale Röntgenplätze, ein digitales Vollfeldmammographiegerät, einen Durchleuchtungsplatz und ein modernes Sono-graphiegerät. Die Schnittbilddiagnostik erfolgt mit einem hochmodernen Computertomographen (CT) und Kernspintomographen (MRT). Durch neuartige Technologien wird dabei die Strahlendosis in der CT-Diagnostik reduziert, da-durch der Strahlenschutz für den Patienten wirksam verbessert. Bei der Kernspintomographie ist hervorzuheben, dass das Gerät mit einer extrabreiten Röhrenöffnung und Geräuschreduktion arbeitet, wodurch der Patientenkomfort deutlich verbessert wird. Zudem verfügt die Klinik über ein hochmodernes Herzkatheterlabor.