Aufatmen bei Airbus: Emirates bestellt 36 weitere A380

So wurde im September 2011 die Auslieferung der A380 an Emirates gefeiert.

Jobsicherung für eine Dekade – Das sagt Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch.

Tagelang beherrschte das drohende Aus für den doppelstöckigen Airbus A380 die Schlagzeilen, jetzt die heiß ersehnte Entwarnung: Emirates hat 36 weitere Maschinen bestellt und so dafür gesorgt, dass die Story über das größte Passagierflugzeug der Welt weitergeht. Auch der Luftfahrstandort Hamburg profitiert von dieser Entscheidung, denn hier werden A380-Flieger lackiert und ausgestattet. Dem Vernehmen nach sichert der Auftrag die Jobs im Zusammenhang mit der A380 auf zehn Jahre.

Die Nachricht hat auch in der Wirtschaftsbehörde für Entspannung gesorgt, denn an der A380 hängen viele Jobs. Wirtschaftssenator Frank Horch:

„Ich freue mich sehr, dass Emirates sich auch weiterhin zum größten Passagierflugzeug der Airbus-Flotte bekennt und die Potenziale in Bezug auf Nachhaltigkeit erkennt. Seit der A380-Standortentscheidung hat sich die Mitarbeiterzahl bei Airbus in Hamburg von seinerzeit 7800 auf rund 12 500 erhöht. Die Beschäftigungsentwicklung bei Airbus zeigt auch, dass sich nicht nur Produktion und Endmontage der A380 für die Werksentwicklung positiv bemerkbar gemacht haben. Auch der Ausbau Hamburgs als Single-Aisle-Kompetenzzentrum war letztlich entscheidend dafür, dass wir heute zu den drei größten zivilen Luftfahrtstandorten der Welt zählen. Die Endlinie der A380 hat im Verlauf der letzten Jahre gezeigt, dass der Fertigung in Finkenwerder große Bedeutung zukommt. Durch diese Fertigungslinie ist Hamburg direkter Teil des wachsenden Luftverkehrsmarktes. Hamburg und der Industriestandort Deutschland konnten sich so auf Generationen hinaus einen technologischen Kompetenzvorsprung in einer der Schlüsselindustrien der Zukunft sichern. In diesem Kontext hat es nicht nur bei Airbus ein Wachstum gegeben, sondern auch bei den Luftfahrtzulieferern. Überwiegend sind hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstanden, wie Ingenieure, Mechaniker oder Techniker. Zusätzlich zur Beschäftigungsentwicklung in den vergangenen Jahren brachte die Dynamik der Branche weitere Impulse in die Region durch Investitionen in Anlagen und Produktionsstätten, das Technologiezentrum Finkenwerder, eine Stiftungsprofessur für die TU Hamburg und Forschungsprojekte mit Luftfahrtzulieferern und Hochschulen, fachspezifische Messen und Kongresse und ganz besonders das TechCenter des Zentrums für angewandte Luftfahrtforschung ZAL.“

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Luftfahrtstandortes ist das Spitzencluster Hamburg Aviation, in dem alle wichtigen Unternehmen der Branche aktiv sind.  Dort wird die  Zukunft fest ins Visier genommen. Forschung, Qualifizierung und Internationalisierung sind Bausteine des Erfolgs. Das ist auch dem Wirtschaftssenator ein wichtiges Anliegen. Horch sagte:

„Wenn ich in Hamburg Veranstaltungen der Luftfahrtindustrie besuche, bin ich jedes Mal aufs Neue sowohl von der Innovationskraft der Unternehmen als auch von  der Vernetzung aller Akteure  beeindruckt.“

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