Fatema kann wieder laufen

Hilfe für
Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten

Fatema ist das erste Kind aus dem Friedensdorf International, das Anfang dieses Jahres ehrenamtlich in der Helios Mariahilf Klinik Hamburg operiert wurde. Dr. Annika Steinbrink, Chef­ärztin der Kinderchirurgie, hat die Kooperation initiiert und der Siebenjährigen nun auch gemeinsam mit ihrem Team geholfen. „Das Mädchen kam nach einem komplizierten Unterschenkelbruch mit dem Verdacht auf eine Infektion des Knochenmarkraums im Unterschenkel zu uns in die Klinik“, fasst Dr. Annika Steinbrink den Fall zusammen. Schon in ihrem Heimatland war Fatema mehrfach operiert worden. „Aber erst hier konnten wir ihr abschließend helfen, da die Operationen des komplizierten Beinbruchs dort nicht mit unseren zu vergleichen sind“, so Dr. Steinbrink weiter. Der engagierten Ärztin und ihrem Team verdankt Fatema, dass sie nun auf dem besten Weg ist, wieder schmerzfrei laufen und spielen zu können.

Fatema durfte nach einer Woche Klinikaufenthalt das erste Mal wieder ins Friedensdorf. „Die Wundheilung ist gut und das Mädchen kann bereits wieder ohne Krücken laufen“, zeigt sich Dr. Annika Steinbrink zufrieden mit dem ersten Operationsergebnis. Die Infektion ist abschließend behandelt. Aufgrund einer Wachstumsstörung des betroffenen Knochens wurde Fatema in der Helios Mariahilf Klinik ein weiteres Mal operiert und wird dort weiterhin behandelt. Dabei kümmert sich Bozèna Pirghatari aus der Radiologie jederzeit um das Mädchen. Sie hilft bei sprachlichen Barrieren und begleitet Fatema seit der ersten Ankunft in der Klinik. „Ich erkläre ihr das Vorgehen und die nächsten Schritte, was die ärztliche Behandlung angeht“, berichtet sie. Aber auch neben dem medizinischen Alltag widmet sie sich der kleinen Fatema. „Wir gehen zusammen Eis essen in der Cafeteria, ich spiele mit ihr oder bin als Ansprechpartnerin jederzeit für Fatema da.“

Kooperation wird fortgesetzt

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„In Krisengebieten ist die letzte Option häufig die Amputation, das wollen wir von nun an so vielen Kindern wie möglich ersparen“, beschreibt Annika Steinbrink die Motivation zur neuen Kooperation, die in der Helios Mariahilf Klinik Hamburg weitergeführt werden soll. Dabei übernimmt die Helios Mariahilf Klinik Hamburg die kompletten Kosten für die Behandlung. Friedensdorf International gibt mit seinen Hilfseinsätzen seit über 50 Jahren verletzten und kranken Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten durch medizinische Versorgung in Deutschland die Chance, zu überleben. Ausgesucht werden die Mädchen und Jungen meist von Partnerorganisationen vor Ort. Für ein halbes Jahr reisen die Kinder dann nach Oberhausen ins Friedensdorf, wo sie vor und nach ihrer Behandlung mit gut 200 anderen Kindern zusammenleben, bis sie wieder zu ihren Familien in die Heimat können. Operiert werden die Kinder in der gesamten Republik und nun auch im Hamburger Süden. Fatema freut sich bereits auf ihr Zuhause, in das sie nun bald wieder zurückkehren kann.

Die Klinik

Die Helios Mariahilf Klinik Hamburg bietet bei 168 Planbetten eine Notfallversorgung für Erwachsene, aber vor allem für Kinder und Frauen mit gynäkologischen Beschwerden. Die Klinik verfügt über ein breites Leistungsspektrum in den Abteilungen Unfallchirurgie und orthopädische Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe und Pränatalmedizin, Kinder- und Jugendmedizin sowie Kinderchirurgie, Gastroenterologie und Allgemeine Innere Medizin, Kardiologie, Allgemein- und Viszeralchirurgie wie auch Anästhesie und Radiologie. Ein medizinischer Schwerpunkt der Klinik ist das Frau-Mutter-Kind-Zentrum. Zudem verfügt die Mariahilf Klinik über ein zertifiziertes lokales Traumazentrum, ein zertifiziertes EndoProthetikZentrum sowie das von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Brustzentrum Helios Mariahilf und das Herzzentrum Süderelbe. Die Klinik ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg.