Hamburg lädt zu Wetter.Water.Waterkant.

Im Klima-Speed-Dating-Gespräch mit Schülern bei der WWW 2019: Dr. Birgit Schiffmann (von links), Leiterin der Leitstelle Klima in der Behörde für Umwelt und Energie, und Umweltsenator Jens Kerstan. Foto: Olaf Zeiske

B&P-GESPRÄCH Organisator Jürgen Becker (Tutech) über ein außergewöhnliches Bildungsangebot im Aufwind.

Klimaaktivistin Greta Thunberg, Begründerin der „Fridays for Future“- Bewegung, war gerade mal zehn Jahre alt, als in Hamburg zum ersten Mal Schüler zu einer umfassenden Bildungsveranstaltung zu Klima, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel unter dem Titel Wetter.Water.Waterkant geladen wurde – initiiert von der Hamburger Umweltbehörde, organisiert von der Tutech Innovation GmbH in Harburg. Ein Hauptthema: das Klima an sich und die Folgen für die Umwelt und das urbane Leben. Vom 21. bis 25. September 2020 findet das Bildungsprogramm für Schüler nun bereits zum sechsten Mal statt. Seit einem Jahr erlebt Organisator Jürgen Becker, Netzwerkmanager Klima bei der Tutech, einen spürbaren Hype: Die Zahl der Partnerunternehmen ist gestiegen, die angebotenen fast 6000 Plätze für Teilnehmer in Workshops, Exkursionen und Vorträgen waren im vorigen Jahr nahezu komplett ausgebucht und das Programm ist mittlerweile 110 Seiten stark. Klima ist ein Thema geworden – keine Frage.

Becker: „Wetter.Water.Waterkant ist Norddeutschlands größte Bildungsveranstaltung auf diesem Sektor. Auch in diesem Jahr planen wir wieder umfangreiche Angebote mit anerkannten Experten für Schüler aller Altersstufen – von der zweiten Klasse bis zum Abi-Jahrgang. Für jeden ist etwas dabei.“

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Das Angebot richtet sich indes an Schulklassen, Einzelanmeldungen von Sprösslingen klimasensibilisierter Eltern sind nur in Ausnahmefällen möglich.

Rund 60 renommierte Kooperationspartner aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Vereinen nutzen die Chance, den Nachwuchs für Klima- und Nachhaltigkeitsthemen zu interessieren. Der Hamburger Senat unterstützt das Programm mit einem nennenswerten Betrag und hat WWW fest im Klimaplan der Hansestadt verankert. Die Inhalte orientieren sich an den Bildungsplänen der Hamburger Schulen. So ist das Thema Gewässerökologie beispielsweise Bestandteil des Hamburger Abiturs. Becker: „Wir bieten deshalb auch dieses Mal wieder den Workshop ‚Gewässermonitoring der Hafenbecken‘ an, ein spannendes Angebot, das vom Hygiene-Institut begleitet wird. Die Schüler nehmen Wasserproben im Hafen, analysieren vor Ort die Wasserqualität.“ Bis zu zwölf Klassen können sich anmelden.

Wie wäre es mit
Klima-Speed-Dating?

Zu den Kooperationspartnern gehören beispielsweise Hagenbecks Tierpark, der Deutsche Wetterdienst, Greenpeace, die HH2 Wasserstoffgesellschaft, eine Reihe von Unternehmen und die HafenCity Universität (HCU), in deren Räumen ein Großteil des Programms stattfinden wird. Kurz: ein ganzes Spektrum von hochkarätigen Akteuren mit Sendungsbewusstsein. Der Versorger Hamburg Wasser bietet beispielsweise einen „Entsiegler-Workshop“ an. Klingt etwas eigenartig, beantwortet aber die Frage, wie Oberflächenwasser in den stark versiegelten städtischen Gebieten wieder natürlich versickern kann. Das fängt unter anderem auf den Schulhöfen an. Becker: „Das gibt es eine ganze Reihe toller und praktischer Ideen.“

Ein Höhepunkt findet zum Auftakt am 21. September im HCU-Foyer statt: das Klima-Speed-Dating, an dem 100 Schüler teilnehmen können. Namhafte Vertreter aus ganz verschiedenen Bereichen lassen sich reihum an Stehtischen konkret zu dem Klimathema befragen. wb

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– Die Teilnahme an der Wetter.Water.Waterkant 2020 ist wie immer kostenlos. Interessierte Schulen finden unter www.www2020.de weitere Informationen und die Anmeldemodalitäten. Da das Programm noch in der Endabstimmung ist, wird die Anmeldung ab Mitte Juni möglich sein.

>> Kontakt: Jürgen Becker,
Telefon 040/766 29-6342,
Mail: becker@tutech.de