Bremerhaven bietet Wirtschaftsförderung aus einer Hand

Mit der Förderung der Teilnahme an Messen und Ausstellungen sollen kleine Unternehmen bei der Erhöhung ihrer Innovationskraft unterstützt werden. So organisiert die BIS einen Landesstand auf der Messe SMM in Hamburg. Foto: Heumer

Die Unterstützung unternehmerischer Initiativen zählt zu den wichtigsten Aufgaben der Wirtschaftsförderung in Bremerhaven. „Wir fördern nicht mit der Gießkanne, sondern stehen den Unternehmen gezielt zur Seite“, betont der Geschäftsführer der BIS Bremerhaven, Nils Schnorrenberger.

Das Bundesland Bremen verfügt über ein breit gefächertes und individuell einsetzbares Instrumentarium zur Wirtschaftsförderung. Es reicht von attraktiven Gewerbeflächen und -immobilien mit einer gut ausgebauten Infrastruktur über Beratungs- und Qualifizierungsangebote, Standortmarketing und Messen bis zur finanziellen Förderung von Erfolg versprechenden Projekten.

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Angebote des Landes Bremen

Speziell im Bereich Förderung unterscheidet die BIS zwischen verschiedenen Programmen für ihre Fördermöglichkeiten. Die Wirtschaftsförderung bedient sich dabei der Angebote des Landes Bremen und berät auch über die Förderprogramme des Bundes sowie der Europäischen Union. Dieses Angebot können Unternehmen aber auch wissenschaftliche Einrichtungen in Anspruch nehmen. „Wir ziehen dabei aber nicht irgendein beliebiges Programm aus der Schublade, sondern suchen nach der individuell besten Lösung, ein Projekt zielgerichtet zu unterstützen“, betont Schnorrenberger.

Finanzierungsförderung

Eine weitere wichtige Säule der Wirtschaftsförderung ist das Thema Finanzierung. Zur Unterstützung unternehmerischer Vorhaben können ergänzend zu den Fördermöglichkeiten der BIS verschiedene Instrumente der Bremer Aufbau-Bank GmbH (BAB), der Förderbank des Landes Bremen, eingesetzt werden. Dies reicht von Krediten über Beteiligungskapital bis hin zu Bürgschaften der BAB oder der Bürgschaftsbank Bremen GmbH. Die BIS und die BAB arbeiten hier eng zusammen.

Für alle Themen ein Ansprechpartner

Die Vielfalt der Fördermöglichkeiten mag auf den ersten Blick verwirrend wirken, tatsächlich ist das Prinzip für Unternehmen ganz einfach – sie haben für alle Themen einen Ansprechpartner. „Wir haben uns das Prinzip ‚Wirtschaftsförderung aus einer Hand‘ auf die Fahnen geschrieben“, versichert Nils Schnorrenberger: „Wir sind direkter Ansprechpartner für die Unternehmen vor Ort. Die BIS berät die Unternehmen über Fördermöglichkeiten am Standort Bremerhaven, nimmt ihre Anträge entgegen, prüft sie und entscheidet darüber und zahlt die Förderungen aus.“

Schwerpunkte der Förderung

Mit den Förderprogrammen des Landes Bremen, für die in Bremerhaven die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS zuständig ist, werden konkrete Zielsetzungen verfolgt. Über allen Maßnahmen steht das Ziel, neue Arbeitsplätze in Bremerhaven zu schaffen sowie die Innovationskraft der Unternehmen am Standort zu stärken. Dieser Überblick beschreibt in groben Zügen die verschiedenen Förderprogramme. Mit den Programmen werden folgende Schwerpunkte gesetzt:

  • Investitionen können aus zwei Programmen unterstützt werden: dem Landesinvestitionsprogramm (LIP Bremen) sowie dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Mit dem LIP Bremen werden vorrangig Investitionsdarlehen im Rahmen des von der Europäischen Union, der Bundesrepublik Deutschland und dem Bundesland Bremen finanzierten Landesinvestitionsförderprogramms gewährt. Generelles Ziel des EMFF ist die Förderung einer wettbewerbsfähigen, ökologisch nachhaltigen, rentablen und sozial verantwortungsvollen Fischerei und Aquakultur sowie die Unterstützung der Durchführung der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Ziele sind unter anderem die Einsparung von Energie; die Verringerung von Umweltbelastungen; die Verbesserung von Sicherheit, Hygiene, der Gesundheit und der Arbeitsbedingungen; die Verarbeitung von Nebenerzeugnissen, die bei der Hauptverarbeitung anfallen. Außerdem können Investitionen unterstützt werden, die zu neuen oder verbesserten Erzeugnissen, neuen oder verbesserten Verfahren oder neuen oder verbesserten Systemen der Verwaltung oder Organisation führen.
  • Innovationen werden unter verschiedenen Aspekten unterstützt. Die Landesprogramme fördern Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Unternehmen, Innovationsdienstleistungen sowie Beratungen bei der Digitalisierung im Unternehmen. »Die Umweltförderung ist ebenfalls dem Thema Innovation mit den Schwerpunkten Klima- und Ressourcenschutz gewidmet. Die Bandbreite reicht dabei von Forschung und Entwicklungsarbeiten bis hin zur gemeinsamen Nutzung von Ressourcen oder Personal in einem so genannten Innovationscluster. Darüber hinaus werden unter anderem konkrete Vorhaben der angewandten Forschung unterstützt sowie die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert.
  • Mit der Förderung der Teilnahme an Messen und Ausstellungen sollen kleine Unternehmen bei der Erhöhung ihrer Innovationskraft unterstützt werden und somit ein wirksamer Beitrag zur Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit auf internationalen Märkten geleistet und langfristig eine Verbesserung der bremischen Wirtschaftsstruktur erreicht werden.
  • Die allgemeine Unternehmensberatung wird in Kooperation mit der Bremer Aufbaubank (BAB) unterstützt. Mit diesem Partner findet die Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS die besten Expertinnen und Experten für das jeweilige Anliegen. Vor Projektbeginn prüfen die Wirtschaftsförderer, ob Fördermittel bereit stehen; während des Beratungsprozesses überprüfen sie Erfolg und Qualität der Vorhaben.
  • Mit dem Förderschwerpunkt Gründung wendet sich die BIS sowohl an junge Unternehmerinnen und Unternehmer mit frischen Ideen als auch an solche, die eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für ihre Firma suchen. Sie finden im neuen Konzept des STARTHAUSES eine zentrale Anlaufstelle. Im STARTHAUS steht ihnen ein starkes Gründungsnetzwerk mit Informationen, Coaching, Förderung und Finanzierung hilfreich zur Seite. Die allgemeine Existenzgründungsberatung wird in Kooperation mit der BAB unterstützt. Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die im Land Bremen eine gewerbliche oder wirtschaftsnahe freiberufliche Existenz gründen beziehungsweise ein solches Unternehmen erwerben wollen, können einen Zuschuss zu einer Beratungsleistung erhalten. Der BAB-Mikrokredit schließlich soll die Finanzierung von kleinen Gründungsvorhaben und die Projektfinanzierung bei Kleinstunternehmen und von Freiberuflern erleichtern.
  • Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft ist einem vielfältigen Branchenmix gewidmet. Ihr gehören sowohl Freiberufler wie Künstler und Kulturschaffende als auch Kleinstunternehmer wie Kunsthändler, Agenten und Galeristen an. In diesen Branchenbereichen findet vermehrt Gründungsgeschehen statt. Die Vernetzung aller Akteure führt zu immer mehr Sichtbarbeit. Auch darum kümmert sich die Bremerhavener BIS in einer Reihe von Veranstaltungen, Qualifizierungsmaßnahmen, Publikationen sowie Netzwerktreffen.

Detailinformationen zu allen Förderprogrammen stehen auf der Internetseite der Wirtschaftsförderungsgesellschaft BIS unter dem Menüpunkt „Förderung“ zum Abruf bereit.