Ein Landeplatz für den Mittelstand

Kerstin Maack leitet die Wirtschaftsförderung der Hansestadt Buxtehude. Fotos: Stadt Buxtehude

Kerstin Maack, Wirtschaftsförderin in Buxtehude, über das Gewerbegebiet Ovelgönne.

Kerstin Maack lässt keinen Zweifel aufkommen: Die Wirtschaftsförderin der Hansestadt Buxtehude weiß den Wert mittelständischer, familiengeführter Unternehmen zu schätzen. Für die Standortpolitik ist dies eine klare Ansage: Zwar bietet Buxtehude neben Unilever, Airbus, Bacardi, Claudius Peters und weiteren namhaften Unternehmen auch noch Flächen für weitere Industrieunternehmen und Global Player an, der Mittelstand genießt aber dennoch eine ganz besondere Wertschätzung: „Wo kommt die Wirtschaftskraft in Deutschland her? Aus dem Mittelstand. Das gilt auch für diesen Standort. Die mittelständischen Unternehmen machen den breiten Branchenmix aus. Dafür steht Buxtehude“, sagt Kerstin Maack und erläutert, was das konkret bedeutet: „Flächenmanagement für die Bestandssicherung der vorhandenen Betriebe und für ansiedlungswillige neue Unternehmen.“

: Dieses Luftbild zeigt das elf Hektar große Gewerbegebiet in Ovelgönne, einem Ortsteil von Buxtehude. Flächen werden nach den Vorstellungen der Unternehmen ab 2500 Quadratmeter parzelliert. Die Erschließung wird entsprechend angepasst.

Wie gut das funktioniert, macht das Beispiel Ovelgönne deutlich. Die elf Hektar große Fläche, gelegen an der B73 zwischen Buxtehude und Neu Wulmstorf, wird seit 2013 vermarktet und ist bereits zu 50 Prozent belegt. Kerstin Maack: „Somit ist nun bereits mehr Fläche vermarktet als gedacht, und wir entwickeln sensibel nach Ansiedlungskriterien weiter. Unser Fokus liegt dabei primär auf Produktions- und Handwerksbetrieben. Aber auch als Erweiterungsfläche für Unternehmen vor Ort ist Ovelgönne wertvoll. Uns geht es darum, die Wirtschaftsstruktur mit guten und sozialversicherungspflichtigen Jobs zu unterstützen.“ Kurz: Das Motto lautet „Qualität vor Verkaufszwang“.

Anzeige

Die gute Mischung der Wirtschaftsstruktur in Buxtehude ist auffällig. Es gibt sowohl große Industriebetriebe, denen Flächenreserven zur Verfügung stehen, als auch ein buntes Spektrum aus Mittelstand, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Gastronomie. Dabei hat die Lage vor den Toren Hamburgs und die bisherige Ansiedlungsstrategie mit eigenen Flächen positiv dazu beigetragen, dass sich die vergleichsweise kleine Stadt über beträchtliche Gewerbesteuereinnahmen freuen kann. Kerstin Maack argumentiert weiter: „Ein großer Vorteil ist es, dass wir alle entscheidenden Stellen innerhalb der Stadtverwaltung unter einem Dach anbieten können – Bebauungspläne, Erschließungen, Baugenehmigungen, Tiefbau und natürlich qualifizierte Beratung. Unternehmer, die sich für Buxtehude interessieren, bekommen alles aus einer Hand.“ Und: „Bei uns endet die Betreuung nicht, wenn die Tinte auf dem Vertrag trocken ist. Dann geht es weiter.“ wb