Vorzeigeprojekt à la Lindemann – Das Fachmarktzentrum Stade

Lindemann-Geschäftsführer Friedrich Witt: „Der Fachmarkt ist ein gutes Beispiel für die 360-Grad-Wertschöpfungskette von Lindemann.“

Geschäftsführer Friedrich Witt und Projektentwickler Marcus Witt über über Lindemanns „360-Grad-Wertschöpfungskette“

Wer im Immobilienbereich Projekte entwickelt, braucht einen langen Atem. 2014 kam Marcus Witt als Projektentwickler zur Lindemann-Gruppe in Stade. Im selben Jahr begann er, ein Fachmarktzentrum für Stade auf den Weg zu bringen. Im Mai dieses Jahres wurde das Zentrum an der Freiburger Straße in Stade eröffnet und beherbergt Aldi, einen Toom-Baumarkt und eine Fressnapf-Filiale. Die überbaute Fläche: insgesamt 13 500 Quadratmeter plus 480 Stellplätze für Kunden. Marcus Witt: „Durch das Projekt sind mehr als 150 neue Jobs in Stade entstanden.“ Mittlerweile wurde das Fachmarktzentrum an die R+V Lebensversicherungsgesellschaft verkauft – eine vollvermietete Immobilie als Teil der Anlagestrategie.

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Bis es so weit war, dauerte es allerdings seine Zeit. Friedrich Witt, Geschäftsführer der Lindemann-Gruppe (die Namensgleichheit ist Zufall): „Wir mussten zunächst in Zusammenarbeit mit der Hansestadt Stade Baurecht schaffen.“ Im April vorigen Jahres konnte der Bau dann beginnen, bereits Ende November zog Aldi ein. Für das Fachmarktzentrum musste eine Pfahlgründung durchgeführt werden. Der Toom-Baumarkt gilt als einer der modernsten seiner Art – er wurde aufgrund der Bauweise von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mit dem Gold-Zertifikat ausgezeichnet.

Marcus Witt: „Den B-Plan haben wir mit der Stadt entwickelt, danach folgte die Gebäudeplanung in unserem Hause. Die Finanzierer kommen aus der Region. Wir haben die Nutzer gesucht, die Mietverträge abgeschlossen und das Objekt schließlich verkauft. Kurz: Das Projekt ist gut gelaufen.“ Für Friedrich Witt ist das Fachmarktzentrum Stade ein „gutes Beispiel für die 360-Grad-Wertschöpfungskette der Firma Lindemann“. wb

Preisentwicklung auf dem Grundstücksmarkt
Die Lindemann-Gruppe bietet nicht nur vielfältige Bauleistungen an, sie ist auch in der gesamten Metropolregion Hamburg sehr aktiv im Wohnungs- und im Gewerbebau. Der Bereich Projektentwicklung ist in diesem Spektrum relativ jung, aber Teil einer auf die Zukunft ausgerichteten Strategie. Aus der Baufirma ist quasi ein Mitgestalter in einem insgesamt stark umkämpften Markt geworden. Friedrich Witt: „Trotz der Niedrigzinsen: Bauen ist ja nicht günstiger geworden. Die Grundstückspreise in den guten Lagen sind regelrecht explodiert, das Baumaterial ist deutlich teurer, die Lohnkosten sind gestiegen. Hinzu kommen verschärfte energetische Vorgaben vom Gesetzgeber, die dazu führen, dass wir heute Standards erfüllen müssen, die nicht mit den Kosten und dem Nutzen in Einklang stehen. Das alles macht es immer schwieriger, günstigen Wohnraum zu schaffen.“ Laut Marcus Witt, der als Leiter der Lindemann-Projektentwicklung sein Büro in Hammerbrook hat, liegen die Hamburger Grundstückspreise in einigermaßen zentralen Lagen schon seit zwei Jahren jenseits 1500 Euro pro Quadratmeter: „Und in guten Lagen ist eine drei vorn.“ wb