Wohnimmobilien in Deutschland: Die Preise gehen durch die Decke

Beliebte Objekte wie diese in Villa in Blankenese sind nicht nur begehrte Wohnobjekte, sondern vor allem lukrative Geldanlagen. Foto: Engel & Völkers

Engel & Völkers analysiert aktuell 61 Standorte – Hamburg bei Transaktionsvolumen 2018 ganz vorn dabei

Engel & Völkers analysiert im aktuellen „Wohnimmobilien Marktbericht Deutschland” die Markt- und Preisentwicklung an 61 ausgewählten Standorten sowie das Transaktionsvolumen aus dem Jahr 2018. Ergebnis: Die starke Nachfrage auf dem deutschen Immobilienmarkt treibt die Preise für Eigenheime und Wohnungen weiter in die Höhe. Konkret: Die durchschnittlichen Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser sind im ersten Halbjahr 2019 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 Prozent gestiegen. Damit weist dieses Segment ein noch höheres Wachstum auf als der Markt für Eigentumswohnungen (+11,5 Prozent). „Die größten Miet- und Preisanstiege für 2020 sind in den Metropolen und umliegenden Regionen zu erwarten, da die aktuelle Neubautätigkeit den erforderlichen Wohnbedarf nicht decken wird”, prognostiziert Kai Enders, Vorstandsmitglied der Engel & Völkers AG, und führt weiter aus: „Durch den Mangel an Anlagealternativen, das niedrige Zinsniveau und den starken Zuzug in die Ballungszentren bleiben Immobilien auch künftig eine lohnenswerte Kapitalanlage mit attraktiven Renditen.”

Anzeige

Preise auf Allzeithoch

Im Segment der Eigentumswohnungen verzeichnet die bayerische Landeshauptstadt München im ersten Halbjahr 2019 die höchsten durchschnittlichen Angebotspreise mit 8291 Euro pro Quadratmeter. Im Segment der Ein- und Zweifamilienhäuser führt die Kreisstadt Starnberg mit einem durchschnittlichen Angebotspreis von 1,92 Millionen Euro das Ranking aller betrachteten Standorte an, gefolgt von München mit 1,42 Millionen Euro.

Auf dem Häusermarkt behauptet Hamburg 2018 seinen Spitzenrang vom Vorjahr. Die Hansestadt führt mit 1,84 Milliarden Euro das Umsatzranking wiederholt an. Mit einem umgesetzten Transaktionsvolumen von 1,34 Milliarden Euro belegt Berlin den zweiten Platz vor München mit 1,28 Milliarden Euro. Universitätsstädte wie Münster, Braunschweig oder Jena realisierten ein Umsatzplus von mehr als 50 Prozent. Mit einer spürbaren Steigerung von 130 Prozent hat sich das Transaktionsvolumen der gehandelten Ein- und Zweifamilienhäuser am Industriestandort Ingolstadt bundesweit am stärksten gegenüber dem Vorjahr erhöht. Im Umsatzranking für Eigentumswohnungen verteidigt die Bundeshauptstadt Berlin 2018 mit einem Transaktionsvolumen von 6,05 Milliarden Euro die Spitzenposition aus dem Vorjahr, gefolgt von München mit 4,76 Milliarden Euro und Hamburg mit 2,73 Milliarden Euro. Diese drei Städte vereinen zusammen mit Frankfurt am Main, Köln, Stuttgart und Düsseldorf über ein Viertel des gesamten Umsatzvolumens im Wohnungsmarkt. Die gute Infrastruktur in Kombination mit den vielfältigen Arbeits-, Bildungs- und Freizeitangeboten machen die sieben Großstädte zu gefragten Wohnlagen mit hoher Lebensqualität. „Aufgrund des limitierten Objektangebots und der hohen Wohnungspreise in den Top-Sieben weichen Kaufinteressenten jedoch zunehmend auch auf kleinere Städte und Regionen im Umkreis aus”, heißt es bei Engel & Völkers

Ausblick: Blickt man auf die Eigentümerquote in Deutschland (47,5 Prozent) besteht im internationalen Vergleich noch deutlich Potenzial nach oben (durchschnittliche Wohneigentümerquote in Europa: etwa 70 Prozent). Dabei bieten insbesondere gute und mittlere Lagen abseits der Metropolregionen attraktive Investitionschancen, da das Preiswachstum hier noch nicht ausgeschöpft ist.

Web: https://www.engelvoelkers.com/de-de/research/immobilienpreisentwicklung/