Autoumschlag bricht ein

uftfoto: Scheer2019 war ein gutes Jahr für den Automobil-Geschäftsbereich. Die BLG habe ihre Position als einer der führenden Automobillogistiker Europas bestätigt, so der Vorstand. Aufgrund der Corona-Krise sind die Parkflächen nun leerer als üblich, ein Drittel des Auftragsvolumens fehlen laut BLG. || Luftfoto: Scheer

BLG rechnet mit massivem Umschlagrückgang.

Von Denise von der Ahé

Die Corona-Krise trifft auch den Bremerhavener Autoterminal hart:

„Wir haben ein Drittel weniger Volumen“,

Anzeige

sagte BLG-Chef Frank Dreeke bei der Bilanzpressekonferenz der BLG, die erstmals per Video stattfand. Für das zweite Quartal 2020 geht Dreeke von einem Umschlagrückgang um 30 bis 40 Prozent aus.

„Das liegt an dem Shutdown der Fabriken“,

so Dreeke. „Die fahren erst sehr, sehr langsam wieder hoch.“

Das europäische Geschäft laufe sehr zurückhaltend, sagte Andrea Eck, im BLG-Vorstand für den Bereich Automobile zuständig. Die Importeure und Händler seien aktuell „sehr gut gefüllt“, was das Fahrzeugvolumen angehe. Prognosen für Mai, Juni und Juli seien derzeit noch nicht möglich.

Auch die BLG musste Kurzarbeit anmelden. Auf dem Bremerhavener Autoterminal gebe es derzeit 20 Prozent Kurzarbeit. „Im Mai werden es 30 Prozent sein“, so Eck weiter. Davon seien die Mitarbeiter aber unterschiedlich betroffen, je nachdem, in welcher Schicht sie arbeiten, so BLG-Sprecher Andreas Hoetzel.

Anzeige

2019 sei hingegen ein gutes Jahr für den Automobil-Geschäftsbereich gewesen, betonte Eck. Allein in Bremerhaven wurden 2,1 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen. Die BLG habe im vorigen Jahr ihre Position als einer der führenden Automobillogistiker Europas erneut bestätigt und ihr Netzwerk in Europa ausgebaut, sagte Eck. Insgesamt wurden 6,3 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet.

Mit Blick auf die Aktionärsversammlung im Juni kündigte die BLG eine Dividende von 40 Cent pro Aktie an.