Harburg, die Heimat der „Möglichmacher“ – 14. Wirtschaftskonferenz für den Hamburger Süden

Die 14. Wirtschaftskonferenz für den Hamburger Süden brachte erneut Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung an einen Tisch. Rund 150 Gäste kamen im Privathotel Lindtner zusammen, um über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts, Klimaneutralität, Innovation und die Chancen einer möglichen Olympiabewerbung Hamburgs zu diskutieren.

Gleich zu Beginn machte Franziska Wedemann, Vorsitzende des Wirtschaftsvereins für den Hamburger Süden, deutlich, welchen Anspruch die Region an sich selbst formuliert. „In Harburg herrscht Aufbruchstimmung. Hier sitzen die Möglichmacher, die Gründerinnen und Gründer, die Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die Zukunft nicht nur denken, sondern umsetzen“, sagte sie. Der Hamburger Süden entwickle sich zunehmend zu einem Standort, an dem Innovation, industrielle Transformation und wissenschaftliche Kompetenz eng zusammenwirkten. Gemeinsam mit Malte Heyne, dem Hauptgeschäftsführer der Co-Veranstalters Handelskammer Hamburg, hatte Wedemann zuvor die Gäste begrüßt.

Im Anschluss hielt Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank ihren Impulsvortrag zur Zukunft des Standorts und zum Weg Hamburgs Richtung Klimaneutralität. Als Beispiel für die Innovationskraft der Region wurde unter anderem die neue Produktionsanlage des Harburger Unternehmens traceless genannt. Das aus der TU Hamburg hervorgegangene Unternehmen produziert erstmals kompostierbare Biomaterialien im industriellen Maßstab und steht damit beispielhaft für die Verbindung von Wissenschaft, Innovation und industrieller Praxis. Klimaneutralität bis 2040 sei eine ambitionierte, aber notwendige Aufgabe, die nur gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft gelingen könne. Dabei hob Fegebank lobend hervor, dass sich Harburg zunehmend zur „Tech City“ Hamburgs entwickle.

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Breiten Raum nahm zudem die Diskussion über eine mögliche Olympiabewerbung Hamburgs ein. Viele Teilnehmer sahen darin Chancen für Infrastruktur, Mobilität und die internationale Sichtbarkeit der Metropolregion.

Zum Abschluss appellierte der Wirtschaftsverein, den eingeschlagenen Weg gemeinsam weiterzugehen: „Die Herausforderungen sind groß – aber Harburg zeigt, dass Zukunft dort entsteht, wo Menschen gemeinsam anpacken, Innovation ermöglichen und Chancen erkennen“, so Wedemann.