Stades Landrat Roesberg in Buchholz: „Unsere Region muss sich in Hannover stärker artikulieren!“

Vorwort zum Grünkohl in Trelde: Christoph Diedering, Vorsitzender der Wirtschaftsrunde begrüßt die Gäste, darunter Stades Landrat Michael Roesberg (von links) und den Alterspräsidenten des Niedersächsischen Landtags, Heiner Schönecke. Foto: Wolfgang Becker

Wirtschaftsrunde lädt Politik, Verwaltung und Wirtschaft zum Grünkohl.

Große Hoffnungen hegt die Buchholzer Wirtschaftsrunde angesichts der neuen Versuche, doch noch irgendwie Ordnung in das alltägliche Verkehrschaos der Nordheide-Stadt zu bringen. Nachdem es über Jahrzehnte nicht gelungen ist, beispielsweise einen Ostring zu bauen oder den einspurigen Straßentunnel zwischen Bremer Straße und Seppenser Mühlenweg zu verbreitern (kreuzt die Bahnstrecke), soll es nun der Prozess „Buchholz2025plus“ richten, den die Verwaltung initiiert hat. Christoph Diedering, Vorsitzender der Wirtschaftsrunde, nutzte die Gelegenheit beim alljährlichen Grünkohlessen im „Vessens Hoff“ in Trelde, der Politik und der Verwaltung zu danken: „Das passiert ja nicht so oft, aber Buchholz ist auf einem guten Weg, eine gefragte Stadt bei Investoren und gut eingebunden in die Metropolregion Hamburg. Dafür sage ich jetzt einfach mal Danke.“ Als Gast begrüßte er den neuen Alterspräsidenten des Niedersächsischen Landtags, Heiner Schönecke, und einen guten Nachbarn: Landrat Michael Roesberg aus Stade.

Snack, watt wor ist . . .

Schönecke bemühte in seinem Grußwort Martin Luther mit dem Zitat „Eet, watt goar ist. Trink, watt kloor is. Und snack, watt woar is.“ Mit einer Plattdeutsch-Einlage hatte er schon bei der Eröffnung des neuen Landtags für Furore gesorgt. Ansonsten habe er den Eindruck, in der Politik sei man sich derzeit an vielen Stellen, beispielsweise in Berlin, nicht einig. Der CDU-Landtagsabgeordnete: „In Hannover klappt das. Plötzlich hatte ich 55 neue Freunde. Jetzt bin ich dabei den 138 Seiten starken Koalitionsvertrag auswendig zu lernen . . .“ Die Gespräche mit der SPD seien konstruktiv verlaufen. Das Ergebnis ist bekannt.

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Das verbindet die Landreise Harburg und Stade

Michael Roesberg, 1987 bis 92 Leiter des Hauptamtes im Landkreis Harburg und als solcher sogar fünf Jahre lang Buchholzer, hob die Gemeinsamkeiten der Landkreise Harburg und Stade hervor. Die Wirtschaftsförderungen arbeiteten eng zusammen, die Süderelbe AG und die Hochschule 21 in Buxtehude seien zwei Institutionen, an denen beide Kreise als Träger beteiligt sind. Der Stader Landrat fordert nach wie vor vehement die Realisierung der A26 und rät mit Blick auf die Entscheider in Hannover: „Wir müssen uns dort artikulieren! Die Politik ist nicht das Problem, aber die Ministerialen wohnen alle rund um Hannover. Da sind wir weit weg. Denen ist nicht bewusst, dass wir hier oben als direkte Nachbarn von Hamburg dieselben Themen aller Kommunen im Umfeld der Metropolen haben. Unsere Region muss stärker lautgeben.“ Zum Beispiel wenn es um die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs gehe.

Spende für die RSG Nordheide

Die versammelten etwa 150 Gäste werden traditionell um eine Spende für eine Buchholzer Organisation gebeten. Dieses Mal durfte sich die Radsportgemeinschaft Buchholz, vor 20 Jahren von Lorraine Schröder mit dem Ziel gegründet, Kinder „von der Straße auf die Straße“, sprich: aufs Mountainbike und in die Natur zu holen. Mittlerweile fahren RSG-Mitglieder sogar schon Weltcup-Rennen.

 

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