Deutlich weniger Emissionen als erlaubt

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Auch ein technisches Thema: Feuerbestattungen Stade r.V. setzt Maßstäbe in puncto Umweltverträglichkeit.

Krema1aModerne deutsche Krematorien zeichnen sich durch umweltfreundliche Technik aus. Diese innovative technische Entwicklung ist ganz wesentlich von dem Chef der Feuerbestattungen Stade r.V., Svend-Jörk Sobolewski, mit angeschoben worden. Zum einen setzt das Stader Krematorium Maßstäbe bei der Filtertechnik, zum anderen hat Sobolewski als zweiter Vorsitzender der „RAL Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen“ in Berlin und als Geschäftsführer der Unternehmensgemeinschaft unabhängiger Krematorien „Die Feuerbestattungen“ die ganze Branche für das Thema Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert.

In beiden Funktionen hat Sobolewski das „Markenzeichen Krematorium“ mit dem Bundesverband Deutscher Bestatter (BDB) und anderen Kollegen auf den Weg gebracht, für das Grundsätze von Bestattungsdienstleistung festgelegt sind. Noch weitreichender ist das RAL Gütezeichen für Feuerbestattung, das vom Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung nach umfangreichen Prüfungen und regelmäßigen Nachprüfungen vergeben wird. Hier werden zum Beispiel eigene Emissionsparameter festgelegt, die weit unter den gesetzlichen Grenzwerten liegen. Auch werden im RAL Gütezeichen etwa Arbeitsabläufe in den Krematorien und die Personalqualifikation bewertet.


Eine Richtlinie hilft den Betreibern

Vertreter der Feuerbestattungsbranche ha-ben auch an der vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) herausgegebenen Richtlinie VDI 3891 mitgewirkt. Hier wird der Stand der Technik der Einäscherungsanlagen beschrieben, es werden Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen festgelegt oder klare Aussagen zu Materialien von Särgen oder Sargbeigaben gemacht. Insgesamt ist die Richtlinie ein guter Leitfaden für Planer, Betreiber von Krematorien, für Anlagenbauer, für Hersteller von Särgen und Bestattungszubehör sowie für Prüfinstitutionen und Behörden.

Federführend beschäftigt hat sich Svend-Jörk Sobolewski als Vorstandsmitglied der Gütegemeinschaft mit dem aktuell diskutierten Thema von Quecksilberemissionen bei Feuerbestattungsanlagen. Quecksilber ist in Amalgamfüllungen enthalten und kann auf diese Weise bei der Kremation in die Luft gelangen und die Umwelt belasten. Das in Krematorien freigesetzte Quecksilber macht in Deutschland gerade einmal 0,67 Prozent aller Quecksilberemissionen aus. Dieser geringe Wert sei vor allem auch deshalb erreicht worden, so Sobolewski, weil 137 der 153 deutschen Krematorien die beste verfügbare Filtertechnik einsetzten. In anderen europäischen Ländern waren die Werte deutlich höher, bis auch die dortigen Unternehmen mithilfe deutscher Anlagenbauer hochwertige Festbett-Filtertechnik einsetzten.

Svend-Jörk Sobolewski ist Gründer und geschäftsführender Vorstand der Feuerbestattungen Stade r.V.. Er war einer der ersten Betreiber, die als Privatunternehmer ein neues Krematorium bauten. Mittlerweile gehören zu dem Unternehmen fünf Krematorien im norddeutschen Raum. Zudem ist Sobolewski Geschäftsführer der CremTec GmbH mit Sitz in Stade, ein international tätiges Planungs- und Projektentwicklungsunternehmen für Krematorien.