Hochpräzisions-Strahlentherapie eröffnet neue Optionen in der Tumorbehandlung

Stereotaxie-KopfStereotaxie Kopf: A. Abbildung des Tumors im MRT. B. 3-D-Darstellung: Lage des Tumors im Kopf – die rote Fläche ist das Zielgebiet, blau und grün sind wichtige Organe und Bereiche, die geschont werden müssen. C + D: Dosisverteilung der Bestrahlung – die rote Fläche erhält die hohe Dosis, die blaue die niedrige.

Die stereotaktische Strahlentherapie, auch in einigen Fällen als Radiochirurgie tituliert, ist eine hochpräzise radioonkologische Behandlungsform, die in speziellen Situationen bei bösartigen wie auch bei gutartigen Erkrankungen weitere, bisher nicht realisierbare Behandlungsansätze ermöglicht.

„Angewendet wird die Stereotaxie bei bösartigen Erkrankungen, kleineren Tumoren, einzelnen Metastasen und wieder aufgetretenen Tumormanifestationen in vorbehandelten Regionen im Bereich des Gehirns, der Lunge, der Leber sowie der Wirbelsäule. Bei gutartigen Erkrankungen hat sich diese Behandlungsmethode unter anderen bei Akustikusneurinomen, Hypophysenadenomen und Meningeomen als hocheffektiv und schonend bewiesen. Prinzipiell kann die Stereotaxie in allen Bereichen des Kopfes und des Körperstammes angewendet werden“, sagt Dr. Markus Herrmann, „denn bei dieser Behandlungsmethode, die auch als Radiochirurgie bezeichnet wird, werden die Strahlen hochdosiert und submillimeter genau auf das Ziel  fokussiert. In vielen Fällen reichen sehr wenige Behandlungen aus, im Falle der Radiochirurgie auch nur eine einzige Behandlung, um den Tumor hocheffektiv und zugleich schonend zu therapieren.“

Der Leiter der Strahlentherapie in der Klinik Dr. Hancken verfügt über große Erfahrung auf dem Gebiet der Stereotaxie, die er als Oberarzt der Abteilung für Strahlentherapie und Radioonkologie der Georg August Universität Göttingen routinemäßig eingesetzt hat. Die hervorragende technische Ausstattung der Strahlentherapie in der Klinik Dr. Hancken schafft die Voraussetzungen für die Anwendung dieser Behandlungstechnik. Aber auch andere entscheidende Kriterien sind erfüllt: die hochpräzise Lagerung der Patienten, aufwändige Planungs- und Verifikationsprogramme, technische Spezifikationen der Bestrahlungsgeräte und die Einbindung zusätzlicher spezieller Techniken – wie die IGRT (bildgeführte Strahlentherapie) und das Atem-Gating (atemgesteuerte Überwachung der Tumorbeweglichkeit), die routinemäßig zur Anwendung kommen. Die hohe Qualifikation und Spezialisierung der beteiligten Ärzte, Physiker und MTRAs garantiert die schnelle, schonende und präzise die Umsetzung dieser speziellen Behandlungsmöglichkeiten.

Für die Patienten ist die stereotaktische Hochpräzisions-Strahlentherapie eine weniger belastende Therapie als ein invasiver Eingriff.  Die Patienten werden in der Regel während der kurzen Gesamtbehandlungszeit auf der Station der Klinik Dr. Hancken versorgt und überwacht, in Einzelfällen ist auch die ambulante Durchführung der Therapie möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter: www.hancken.de,
bei Fragen wenden Sie sich gerne an: strahlentherapie@hancken.de

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