Erst kommt Weihnachten, dann erobern Wikinger die City

CIMG2895Mit ihnen geht es in das neue Jahr: Am 3. Januar fallen die Wikinger in die Harburger City ein und lagern am Lüneburger Tor – passend zum ersten verkaufsoffenen Sonntag 2016.

Citymanagement Harburg startet im neuen Jahr gleich mit einem verkaufsoffenen Sonntag

Mal besinnlich, mal rustikal – wie immer macht es die Mischung. Das gilt auch für die Veranstaltungen des Harburger Citymanagements. Mit zahlreichen Weihnachtsaktionen klingt das Jahr aus – der Weihnachtsmarkt endet am 27. Dezember mit einem Feuerwerk. Die Vorweihnachtszeit spielt sich übrigens nicht nur auf dem festlich geschmückten Rathausplatz ab, sondern auch in der Lüneburger Straße und auf dem Sand. Unter der Überschrift „entspannte Familienweihnacht“ wird vor allem auch viel für Kinder geboten – zum Beispiel Frau Holle, die aus dem Rathausfenster Goldtaler regnen lässt, die Bastelaktionen auf dem Marktplatz am Sand und das Plätzchenbacken unter professioneller Anleitung.

Harburg musikalisch


Nicht vergessen: Am Sonntag, 13. Dezember, heißt es wieder „Harburg singt“ – mit Peter Schuldt. Beginn: 16 Uhr auf dem Rathausplatz. Hamburgs bekanntester Musikpädagoge lädt alle ein mitzusingen – und zwar Weihnachtslieder. Auch sonst gibt es täglich jede Menge weihnachtliche Musik: mit Blasorchestern, Drehorgelspielern sowie verschiedenen Harburger Chören. Erstmals dabei sind in diesem Jahr die Harburger Kantorei, der Gospel Chor „Keep on Singing“ und die Channel Jazz Gang.

Harburg mittelalterlich

Nach einer kurzen Verschnaufpause steht die erste große Aktion des neuen Jahres auf dem Programm: Gleich am ersten Sonntag des Jahres, am 3. Januar, nehmen raue Gesellen den Platz am Lüneburger Tor in Beschlag. Dann heißt es „Die Wikinger kommen!“. Wie im Vorjahr wird die Wikingergesellschaft Altes Land die Besucher der Harburger Innenstadt in die Zeit des frühen Mittelalters entführen. Auf dem Platz und in den Zelten werden die Schmiedefeuer brennen. Wer möchte, kann selbst den Hammer schwingen und sich ein Erinnerungsstück schmieden. Dazu gibt es Met und Apfelpunsch, Stockbrot, Lagerfeuer-Stimmung, Kampfvorführungen und eine spektakuläre Feuershow.

Harburg für Kulturfans

Ziel des Citymanagements ist es, über die Grenzen Harburgs hinaus Menschen zum Besuch der Innenstadt zu interessieren. Unter der Leitung von Citymanagerin Melanie-Gitte Lansmann sind die Marketingaktionen konsequent hochgefahren worden. Sie freut sich auch über eine weitere Attraktion: Das Archäologische Museum Hamburg (Helms-Museum) zeigt in einer aktuellen Ausstellung die Funde aus dem Binnenhafen, insbesondere der Harburger Schloßstraße. Da sich die Archäologen hier einige Jahrhunderte in den Boden gegraben haben, wird das Mittelalter im Haupthaus am Museumsplatz tatsächlich lebendig.

Die Ausgrabung auf dem 11 450 Quadratmeter großen Baugebiet am Kaufhauskanal brachte eine Fülle von neuen Erkenntnissen zur Harburger Siedlungsgeschichte. Es wurden mehr als 6000 Kubikmeter Erde bewegt, 13 000 Befunde erfasst und 36 000 Funde inventarisiert. Die untersuchten Schichten erzählen von den Anfängen Harburgs als Grenzfestung und dem späteren Herrschaftssitz der Harburger Herzöge, vom Militärwesen des 17. und 18. Jahrhunderts und von der Industrialisierung. Die Ausstellung „Ausgegraben. Harburg archäologisch“ endet am 10. April 2016. Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 17 Uhr. wb