Ein Rückblick mit Ausblick

Fotos: IBA Hamburg / Andreas BockKaren Pein und Uli Hellweg nehmen Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz in die Mitte. Fotos: IBA Hamburg / Andreas Bock

Zehn Jahre IBA Hamburg: Festakt und Sommerfest auf dem Dock – Neues geschaffen – Zukunft im Sinn.

Als die IBA Hamburg 2006 erstmals auf der Bildfläche erschien, da hatte es eher den Anschein, als sei ein experimentelles Stadtplanungs-Labor auf die Elbinsel gezogen. Die Adresse in den Veringhöfen hatte so gar nichts von neuer Architektur an sich, aber: Die Atmosphäre, für die Uli Hellweg als Geschäftsführer sorgte, war von Aufbruch geprägt. Die zum Teil recht junge Crew ging motiviert ans Werk und ließ sich von „Typisch Wilhelmsburg“ überhaupt nicht schrecken. Zehn Jahre danach hat sich die Elbinsel stark verändert – und die nächsten Meilensteine wie beispielsweise die Verlegung der Reichsstraße sind in Sicht. Grund genug also, einen Festakt zu veranstalten. Wo? Natürlich auf dem IBA-Dock im Müggenburger Zollhafen.

„Einmalig und unvergleichbar“


Wie hoch die Wertschätzung der IBA aus gesamthamburgischer Sicht ist, machte Bürgermeister Olaf Scholz deutlich: „Die IBA Hamburg ist einmalig und unvergleichbar. Ein riesiges Investitionsvolumen, ein ganzheitlicher Entwicklungsansatz mit intensiver Bürgerbeteiligung, die soziale, ökologische und ökonomische Ausrichtung der Projekte, die Verbindung der Anforderungen von Gewerbe, Wohnraum, Freizeit und Infrastruktur – es gibt wohl kein innerstädtisches Entwicklungskonzept, das damit vergleichbar wäre. Alle, die dabei waren und sind, können sehr stolz darauf sein, diesen Prozess mitgetragen und mitgestaltet zu haben.“ Und angesichts des blauen IBA-Springers, Symbol sowohl für den Aufbruch als auch den Sprung über die Elbe, fügte er hinzu: „Die IBA Hamburg hat den Sprung über die Elbe hervorragend hinbekommen. Und sie setzt nun, so wie ihr Logo es verlangt, zum nächsten Sprung an.“

Bereits in Arbeit sind die vergleichsweise südlich gelegenen großen Hamburger Wohngebiete in Neugraben und Fischbek. Dazu „Mister IBA Hamburg“ Uli Hellweg: „Wie erfolgreich ein ganzheitlicher Projektentwicklungsansatz sein kann, hat sich in den letzten Jahren auch gerade in den neuen Gebieten in Neugraben-Fischbek gezeigt. Karen Pein und ihrem Team ist es gelungen, nicht nur architektonische und städtebauliche Qualität in das Gebiet zu bringen, sondern auch zum Aufbau eines Gemeinwesens beizutragen.“

Ein neuer Standard

Bereits unter seiner Führung war Karen Pein damals als Stadtplanerin und Projektmanagerin in das städtebauliche Projekt IBA Hamburg eingestiegen. Heute ist sie Hellwegs Nachfolgerin und führt die Geschäfte im Sinne einer ganzheitlichen städtebaulichen Entwicklung – ein zukunftsfähiges Modell, das bewusst die Menschen aus dem Umfeld einbezieht, für hohe Transparenz steht und einen neuen Standard für die Stadtentwicklung markiert. Karen Pein: „Die IBA Hamburg ist heute für alle Aufgaben der Stadtentwicklung und im gesamten Hamburger Stadtgebiet einsetzbar. Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung neuer gemischter Quartiere von den ersten planerischen Überlegungen über die Unterstützung des Bezirks bei der Schaffung von Planrecht bis hin zur tatsächlichen Realisierung mit dem Bau neuer Straßen, Plätze und Parks sowie der Grundstücksvermarktung.“ wb/sl