Brustgesundheit: Achtsam mit sich selbst umgehen

Angela Bernhardt

Von Angela Bernhardt, Ärztliche Leiterin des Brustzentrum HELIOS Mariahilf.

Die häufigste bösartige Erkrankung bei Frauen ist Brustkrebs. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr 70 000 Frauen. Einem sehr großen Teil der Frauen kann geholfen werden, die Krankheit zu heilen. Entscheidend dafür sind sicherlich das frühzeitige Erkennen von Veränderungen und die zügige ganzheitliche Behandlung.


Aktuell findet im südlichen Hamburg das Brustkrebs-Screening (Mammographie-Screening) für alle Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren statt. Als von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertem Brustzentrum liegen uns diese Vorsorgeuntersuchung und das Bewusstsein jeder einzelnen Frau für ihren Körper sehr am Herzen. Denn mit dem Screening kann der Brustkrebs in einem Stadium entdeckt werden, in dem er noch sehr klein (nicht tastbar) ist und die Chancen auf Heilung sehr groß sind.

Unser oberstes Anliegen in der Mariahilf Klinik ist es, den erkrankten Frauen einen geschützten und geborgenen Raum für ihre Heilung zu ermöglichen. Es ist für uns von großer Bedeutung, dass jede bei uns behandelte Frau ihre Identität und ihr Körperbild so gut wie möglich erhalten kann. Im Brustzentrum HELIOS Mariahilf profitieren Patientinnen von einer in dieser Form einzigartigen, gemeinsamen gynäkologischen und plastisch-chirurgischen Sprechstunde. Hier planen wir schon die Erstoperation im Hinblick auf ein kosmetisch ansprechendes Ergebnis. Dieses Versprechen gilt für die angestrebten brusterhaltenden Eingriffe genauso wie für die manchmal nicht vermeidbare Entfernung der gesamten Brustdrüse. Unser plastischer Chirurg kann alle rekonstruktiven Maßnahmen anbieten. Zudem führen wir die operativen Eingriffe in unserer Klinik besonders schonend durch. Die Anästhesisten setzen die sogenannte thorakale Paravertebral-Blockade ein, welche gezielt die Nerven im Operationsgebiet betäubt und die Patientin in einen Dämmerschlaf versetzt. So ist die Vollnarkose mit ihren möglichen Nebenwirkungen überflüssig. Patientinnen sind nach der Operation nahezu schmerzlos und profitieren von einer schnelleren Genesung.

Für jede betroffene Frau hat die Krebserkrankung eine andere Bedeutung und ganz unterschiedliche Konsequenzen – dies nicht nur im medizinischen Sinn. Aus diesem Grund stellen wir im Brustzentrum den ganzheitlichen Ansatz in den Mittelpunkt unserer Arbeit. Wir bieten große Zeitfenster für die Beratung, zum Beispiel am Anfang und am Ende der Behandlung.

Die Betreuung im Brustzentrum HELIOS Mariahilf endet auch nicht mit Abschluss der operativen Behandlung. Bei körperlichen oder seelischen Problemen während der Strahlen- oder Chemotherapie und in den Jahren der Nachsorge bleiben wir Ansprechpartner und Vermittler für Betreuungsangebote und Therapien. Dazu gehören unsere von erfahrenen Heilpraktikern durchgeführten Komplementärangebote wie Herzmeditation und Achtsamkeitstraining.

Ich kann es jeder Frau nur ans Herz legen, auf ihren Körper zu hören und bewusst mit ihrer Gesundheit umzugehen. Regelmäßige Kontrollen beim Frauenarzt und auch eine Selbstuntersuchung der Brust in kontinuierlichen Abständen machen ein rechtzeitiges Entdecken der Erkrankung möglich – Auffälligkeiten sollten in jedem Fall abgeklärt werden.

Kontakt: Telefon 040 / 790 06-421,
Mail: gynaekologie.mariahilf@helios-kliniken.de