A380 startet und landet täglich in Fuhlsbüttel

Mit Umstellung der Emirates-Flugverbindung zwischen Hamburg und Dubai kommt der Super-Jumbo täglich zurück an seinen „Geburtsort“

Als weltweit einziger Standort neben London finden sich in Hamburg künftig gleich zwei Orte, an denen der Airbus A380 regelmäßig zu sehen ist. Mit der Umstellung einer der zwei täglichen Emirates-Flugverbindungen vom Helmut-Schmidt-Airport in Hamburg-Fuhlsbüttel nach Dubai kommt das weltgrößte Passagierflugzeug nun regelmäßig wieder zurück „nach Hause“. Denn ein Großteil der weltweiten A380-Flotte, darunter sämtliche 105 bislang bei Emirates im Einsatz stehenden Flugzeuge dieses Typs, wurde im Airbus-Werk in Finkenwerder ausgeliefert. Die Entscheidung des Konzerns im Jahr 2000, die Stadt zum A380-Produktionsstandort zu machen, gilt durch seine Signalwirkung als wesentlicher Meilenstein für den Aufstieg Hamburgs unter die größten Luftfahrtstandorte der Welt.

Anzeige

Mit einer maximal möglichen Konfiguration von 853 Sitzen ist der Airbus A380 das größte in Serie produzierte Passagierflugzeug der Luftfahrtgeschichte. In seiner täglichen A380-Verbindung zwischen Hamburg und Dubai bringt Emirates eine Drei-Klassen-Bestuhlung mit 516 Sitzplätzen zum Einsatz, darunter 14 Suiten in der First Class und 76 Flachbettsitze in der Business Class. Die Installation der Kabine erfolgt vollständig bei Airbus in Finkenwerder und wird vor der Auslieferung in einem mehrstündigen Testflug über Norddeutschland auf ihre Funktionstüchtigkeit erprobt. Im Airbus-Werk in Finkenwerder werden große Teile der Rumpfsektionen gefertigt, sowie die Lackierung und Kabinenausstattung aller Airbus A380 vorgenommen. Im Airbus-Werk in Stade erfolgt die Produktion des Seitenleitwerks der A380. Zudem sind zahlreiche Zulieferunternehmen aus der Metropolregion Hamburg am Bau des Super-Jumbos beteiligt.

Hamburg weltweit 61. A380-Destination

Hamburg ist die weltweit 61. Stadt, die mit der A380 im Liniendienst bedient wird. Zu den bedeutendsten Destinationen zählen Dubai, London und Los Angeles. Um den Super-Airbus täglich abfertigen zu können, investierte der Hamburger Helmut-Schmidt-Airport nachhaltig in die Bodeninfrastruktur, darunter 750 000 Euro für eine dritte Fluggastbrücke zur direkten Anbindung des A380-Oberdecks.

„Hamburg ist weltweit der drittgrößte Standort der zivilen Luftfahrtindustrie. Als internationaler Wirtschaftsstandort und ‚Tor zur Welt‘ haben wir ein großes Interesse an einem effizienten, leistungsfähigen und zuverlässigen Luftverkehr“, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. „Das A380-Programm bedeutete für Hamburg den Aufbruch in ein neues Zeitalter. Der damalige Zuschlag für unsere Region stellte die Weichen für viele spätere Meilensteine der Standortentwicklung, wie der Aufstieg zur größten Produktionsstätte der Airbus-A320-Baureihe und der Bau des ZAL Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung“, sagt Dr. Franz Josef Kirschfink, Geschäftsführer des Clusters Hamburg Aviation. „Wir freuen uns sehr, dass die A380 nun täglich zurück ‚nach Hause‘ kommt und den Hamburg Airport, ein weiteres Ankerunternehmen unseres Standorts, anfliegt.“

Seit dem Start des A380-Programms im Jahr 2000 hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in der Luftfahrt in der Metropolregion von 26 000 auf mehr als 40 000 erhöht. Damit zählt Hamburg heute zu den drei größten Standorten der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Während das „Flaggschiff“ A380 weithin sichtbares Aushängeschild des Airbus-Standorts ist, entfällt der Großteil der wirtschaftlichen Bedeutung mittlerweile auf die A320-Familie.

Web: https://www.hamburg-aviation.de/luftfahrt-standort/hamburga380.html