Die Botschaft – Hier kann ich entspannen!

Rainer Kalbe (Hartmann Haustechnik) über den Wandel vom funktionalen Badezimmer zum integrierten Wohnraum mit Wohlfühlcharakter

Der Siegeszug der offenen Küche mit direktem Anschluss an den Wohnbereich hält unvermindert an, doch nun zeichnet sich zumindest für gehobene Wohnimmobilien ein weiterer Trend ab, wie Rainer Kalbe sagt, Inhaber und Geschäftsführer von Hartmann Haus­technik in Wilhelmsburg: „Mittlerweile wird auch das Bad nicht mehr nur als funktionaler Raum, sondern immer häufiger auch als Bestandteil des Wohnens an sich angesehen.“ Das alte Denken: Ein Bad braucht einen separaten Raum. Das neue Denken: ein großer Raum mit verschiedenen Funktionen. Wie es sich technisch und optisch miteinander vereinbaren lässt, das Bad in den Schlafbereich zu integrieren, dazu hat der 52-Jährige eine Menge Ideen und Vorschläge.

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„Die Badewanne im großen Schlafzimmer ist ja keine neue Erfindung. Das Bad wird aber immer mehr zu einem Raum, in dem sich die Nutzer wohlfühlen wollen. Der Wellness-Gedanke spielt dabei eine Rolle. Es ist durchaus möglich, ein Schlafzimmer zum Badbereich hin zu öffnen, ohne dass Gerüche, Lärm oder gar feuchte Luft in das eigentliche Schlafzimmer eindringen. Optisch lösbar ist das durch eine Glasabtrennung, die teils klar, teils satiniert sein kann – je nachdem, wie viel Offenheit gewünscht ist“, erläutert Kalbe. Und betont: „Damit sich beide Bereiche klimatisch nicht ins Gehege kommen, ist es zwingend erforderlich, eine Lüftungsanlage einzuplanen. Hinzu kommt, dass beide Bereiche zumeist unterschiedlich temperiert sind – das Schlafzimmer eher kühler, das Bad eher wärmer. Das lässt sich über Fußbodenheizung hervorragend lösen – warme Lauf- und auch Sitzflächen vermitteln eine angenehme Wohlfühlatmosphäre.“

Wenn ein optisch großer Raum entsteht, kommt es jedoch noch auf etwas anderes an: ein abgestimmtes Design – das Spezialgebiet von Rainer Kalbe. Wenn er beim Kunden einen Raum betritt, geht sofort ein Film ab. Vor dem geistigen Auge des stellvertretenden Harburger Bezirkshandwerksmeisters entsteht eine Idee, wie das neue Bad aussehen könnte. Eine Frage der Gestaltung. Kalbe: „Früher war es so: vier Wände, vier Objekte. Waschbecken, Toilette, Schrank und Badewanne – das war es. Das Bad war nicht der Raum, in dem sich der Nutzer wohlfühlen wollte. Das hat sich verändert.“

So wird das Bad zur Visitenkarte

Und zwar grundlegend: Heute geht es um Farben, Möblierung, Stilfragen, Beleuchtung, Böden, Accessoires, Ambiente und Atmosphäre. Das Bad wird zur Visitenkarte des Hausbesitzers. Aus seelenlosen Räumen der Reinigung werden Inseln des Entspannens – am besten noch mit Ambi-Light und Hifi-Beschallung. Die Botschaft: Hier kann ich entspannen.

Doch der Weg dahin scheitert oft an den eigenen Begrenzungen. Der Laie weiß in der Regel nicht, was der Markt mittlerweile anbietet und wie es sich umsetzen lässt. Keine Frage: Ein komplett durchgestyltes Bad – ob mit oder ohne Schlafzimmer-Integration – hat seinen Preis. Entscheidend ist allerdings die Herangehensweise. Kalbe: „Traditionell steht im Bad die Funktionalität im Vordergrund. Das Ganze muss praktisch sein und eben funktionieren. Ich komme von der anderen Seite und denke mich in so einen Raum hinein. Dabei entsteht eine Idee von den Möglichkeiten. Das hat etwas mit Design zu tun. Wenn ich ein modern gestaltetes Bad betrete, fallen mir zuerst die ungewöhnlichen Details auf. Das können ganz kleine Dinge sein, aber sie machen ein Bad besonders.“

Kalbe weiter: „Wichtig ist es, den Geschmack und die Wünsche des Kunden aufzunehmen und daraus ein Gesamtkonzept zu machen. Das geht für mich eindeutig in Richtung Innen-Design. Wir arbeiten mit Malern, Tischlern und Möbellieferanten zusammen, die dazu beitragen, dass am Ende ein stimmiges Konzept auf dem Tisch liegt.“ Farbkonzepte, Design-Fragen und „kleine Eyecatcher – das sind die Spezialitäten von Rainer Kalbe, der aus den Anforderungen an die Funktionalität ein komplettes Konzept maßschneidert. wb

Web: http://www.hartmann-haustechnik.info/