Elbe trifft Leine: Hamburgs Süden zeigt Flagge in Hannover

Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (fünfter von links), quasi Hausherr in Niedersachsen, mit den Akteuren und Initiatoren beim Parlamentarischen Abend im Landesmuseum Hannover. Foto: SAG

Süderelbe AG organisiert zweiten Parlamentarischen Abend – Thema: Mobilität und erneuerbare Energien

Hamburgs Süden zieht: Rund 200 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung fanden sich beim zweiten Parlamentarischen Abend „Elbe trifft Leine“ im Landesmuseum Hannover zusammen. Im Mittelpunkt standen vielfältige Kontakte sowie die Themen Mobilität und erneuerbare Energien. Und es ging um die Wirtschaftskraft der Süderelbe-Region.

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„Sie sind eine starke Region mit hoher Wirtschaftskraft, auf die wir nicht verzichten können“, ordnete die Vizepräsidentin des niedersächsischen Landtags, Petra Emmerich-Kopatsch, gleich in ihrer Begrüßung die südliche Metropolregion ein und betonte die erfolgreiche Landkreisgrenzen-übergreifende Arbeit der Süderelbe AG. Zum zweiten Parlamentarischen Abend der Region in Hannover hatten die acht Landkreise Cuxhaven, Harburg, Heidekreis, Lüchow-Dannenberg, Lüneburg, Rotenburg (Wümme), Stade und Uelzen sowie die Stadt Cuxhaven und die Hansestadt Lüneburg gemeinsam mit der Süderelbe AG und dem Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg eingeladen.

In Bezug auf den dringend erforderlichen Ausbau der A26 sowie der A20 betonte Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung des Landes Niedersachsen: „Die hohe Komplexität des Planungs- und Genehmigungsrechts in Deutschland ist schädlich für die Süderelbe-Region. Gemeinsam mit Hamburg sind wir mit Hochdruck dabei, das Projekt A26 hinzubekommen, denn wir brauchen endlich diese Anbindung.“ Torsten Sevecke, Hamburger Staatsrat für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, auf die Frage, warum Hamburg so viele Baustellen habe: „Wir haben so viele Baustellen, weil wir so viel bauen. Und weil wir früher wenig gebaut haben.“

Beim Thema erneuerbare Energien standen die Entwicklungen rund um das Thema Wasserstoff im Fokus der Diskussion. Dirk Lehmann, Geschäftsführer des Harburger Unternehmens Becker-Marine-Systems, entwickelt derzeit in einem Gemeinschaftsprojekt einen Wasserstoff-Lkw. Er kündigte den ersten Prototypen für September 2020 an. Seine Forderung an die Politik: „Wir brauchen Lösungen für den Einsatz von Wasserstoff zu akzeptablen Kosten, und dafür braucht es Alternativen zur EEG-Umlage.“ Althusmann prognostizierte eine sehr große Bedeutung von Wasserstoff für alle Verkehrs­träger und hob neben dem Straßenverkehr auch die Schiene hervor.

„Die Süderelbe AG als Plattform für den überregionalen Austausch nimmt die damit verbundenen Anforderungen auf und spielt sie weiter in ihre Projekte und Netzwerke“, ordnete Olaf Krüger, Vorstand der Süderelbe AG, die Diskussion ein. „Auf diese Weise und durch die Kooperation aller Beteiligten muss es uns gelingen, Lösungen zu entwickeln und damit die Wirtschaftskraft der gesamten Region weiterhin sicherzustellen.“ Unterstützt wurde die Veranstaltung von den Sparkassen in der Region, von Airbus sowie der DOW Deutschland Anlagengesellschaft mbH. mg