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Jannik Habicht Foto: B&P

INTERVIEW hs21-Student Jannik Habicht über seinen Weg vom Azubi über den Meister zum Ingenieur für Gebäudetechnik.


Während so mancher an seiner Jobent­scheidung zweifelt, ist der 28-jährige Jannik Habicht schon lange überzeugt, dass er sich das passende Berufsfeld ausgesucht hat. Der junge Hamburger ist bodenständig und geht auf in dem, was er tut. Schon während seiner Ausbildung zum Installateur- und Heizungsbaumeister war das so. Bei Meisterschaften der Anlagenmechaniker SHK wurde er 2016 erster Landessieger und zweiter Bundessieger. Habicht erhielt ein Stipendium für die Meisterschule und machte 2018 seinen Meister. Ausgelernt hat es sich für ihn trotzdem noch nicht. Er studiert im fünften Semester den dualen Studiengang Ingenieurwesen Gebäudetechnik an der hochschule 21 in Buxtehude. Sein damaliger Arbeitgeber hatte ihn bei seinen Studienplänen nicht unterstützt. Die Engie Deutschland GmbH dagegen erkannte das große Potenzial. Im Interview mit B&P erläutert er seinen Weg.

Was hat Sie dazu veranlasst, nach erfolgreicher Ausbildung und als Meister noch zusätzlich ein Studium zu beginnen?

Ich habe ein Stipendium für die Meisterschule erhalten, das ich gerne angenommen habe. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Lerninhalte sowie die Entwicklungsmöglichkeiten für mich noch nicht ausreichend waren. Daher stand für mich schnell fest: Ich möchte noch studieren.

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Warum ist Ihre Wahl auf den Studiengang Ingenieurwesen Gebäudetechnik gefallen?

Da ich Installateur- und Heizungsbaumeister bin, war es für mich naheliegend, eine Fachrichtung zu wählen, die darauf aufbaut. Der duale Studiengang Gebäudetechnik und -automation, jetzt heißt er Ingenieurwesen Gebäudetechnik Dual, ist optimal auf mich und meine Vorstellungen zugeschnitten. Im Bereich Gebäudetechnik sind die Entwicklungsmöglichkeiten enorm und anspruchsvoll. In Zeiten des Klimawandels und steigender Energiekosten ist es außerordentlich wichtig, die Gebäude sicherer, komfortabler und energieeffizienter zu gestalten. Es sind Lösungen mit Zukunft gefragt – und daran aktiv mitzuwirken, gefällt mir.

Warum haben Sie sich für ein duales Studium entschieden?

Das duale Studium in Buxtehude bietet mir die Möglichkeit, mein Fachwissen weiter zu vertiefen und gleichzeitig bereits Erlerntes im Unternehmen anzuwenden. Im dreimonatigen Wechsel finden für uns Studenten die Theorie- und Praxisphasen statt. Das macht das Studium abwechslungsreich. Mir gefällt die anwendungsorientierte Ausrichtung, und ich finde es wichtig, während eines Studiums auch weiterhin Berufserfahrung zu sammeln. Ich lerne alle unternehmensspezifischen Prozesse und Abläufe kennen und habe die Chance, ins Unternehmen hineinzuwachsen.

Wie gefällt Ihnen das Studium?

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Studenten und Lehrer stehen an der hochschule 21 im engen Kontakt zueinander, man kennt sich. Das schätze ich sehr. Zudem spricht mich die abwechslungsreiche Bandbreite an Themen an, die wir im Studium behandeln. Das Angebot ist breit gefächert, auch im Wahlbereich. Ansonsten haben wir Blockunterricht, was eine effektive Vermittlung von Lerninhalten ermöglicht.

Wieso haben Sie sich für Engie Deutschland als Praxispartner entschieden? Und welche Aufgaben haben Sie dort?

Bei der Recherche nach einem Praxispartner für das duale Studium ist mir das Angebot von Engie Deutschland sofort positiv aufgefallen. Die Aufgabengebiete, Unternehmensstruktur sowie Entwicklungsmöglichkeiten in einem modernen Unternehmen haben direkt mein Interesse geweckt. Die Niederlassung in Hamburg, wo ich während der Praxisphasen arbeite, plant und erstellt die technische Gebäudeausrüstung für Industrieunternehmen. Zu meinen Aufgaben zählen zum Beispiel die Auslegung von Kälte- und Heizungsanlagen sowie Druckverlust- und Rohrnetzberechnungen. Auch die Ermittlung und Beschaffung des Baustellenmaterials gehört zu meinem Tätigkeitsfeld.

Was kommt nach dem Studium? Haben Sie schon Pläne?

Nach erfolgreichem Studium möchte ich mich unterschiedlichen Projektarbeiten bei Engie Deutschland widmen. Mittel- bis langfristig strebe ich eine leitende Position an.