Hamburg: Zinshausmarkt verzeichnet Rekordergebnis

Transaktionsvolumen hat sich seit dem Jahr 2008 fast verdreifacht

Das höchste Transaktionsvolumen seit zehn Jahren verzeichnete der Hamburger Markt für Wohn- und Geschäftshäuser* im Jahr 2018. Der „Immobilienmarktbericht Hamburg 2019“ des Gutachterausschusses für Grundstückswerte weist einen MehrfamilienhausUmsatz von 1,868 Mrd. € (2017: 1,613 Mrd. €) aus. Die Stückzahl der gehandelten Zinshäuser stieg auf 498 (2017: 439).

„Der Geldumsatz hat seit dem Jahr 2008 von 637 Mio. € auf 1.868 Mio. € zugelegt, was nahezu einer Verdreifachung entspricht“,

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hebt Oliver Ihrt, Leiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial, hervor. Die Anzahl der Transaktionen lag mit 498 gehandelten Anlageimmobilien nahezu auf dem Niveau des Jahres 2008 (495).

Von den insgesamt 104 Stadtteilen in Hamburg waren Wandsbek mit 24 verkauften Zinshäusern, Billstedt und Eimsbüttel mit jeweils 20 Objekten, die dynamischsten Lagen. Die erzielten Faktoren für Mehrfamilienhäuser erreichten einen Mittelwert vom 25,3-Fachen der Jahresnettokaltmiete (2017: 23,6). „Die Preise pro Quadratmeter Wohnfläche lagen zwischen 603 und 9.813 €“, erläutert Oliver Ihrt. Der Mittelwert betrug 3.021 €/m². In der Zwangsversteigerung wechselte 2018 nicht ein Zinshaus den Besitzer.

*Bei Wohn- und Geschäftshäusern handelt es sich um Immobilien mit mindestens vier vermieteten Wohnungen, die im Besitz einer Privatperson, einer Erbengemeinschaft oder eines Unternehmens sind. Neben dem reinen Mehrfamilienhaus fallen unter den Begriff auch Mischobjekte, die gewerbliche Flächen enthalten, wie z.B. kleinere Ladenflächen im Erdgeschoss oder eine Arztpraxis. Der Anteil dieser Flächen erbringt jedoch weniger als 20 % der Nettokaltmiete, so dass der Wohncharakter dominiert. Synonyme in der Immobilienwirtschaft sind darüber hinaus Geschosshaus, Anlageimmobilie oder Zinshaus.