Im Channel: 1000 Harburger weihen Hamburgs einzige Drehbrücke ein

Brückenschlagfest in HarburgDie Drehbrücke, die Kanalplatz und Schlossinsel verbindet, wird nach dem Countdown von Wolfgang Becker (von links) von Karl-Heinz Krüger, Karen Pein, Bettina Husemann, Matthias Kock und Thomas Völsch mit dem Durchschneiden des Wimpelbandes eröffnet. Fotos: channel hamburg e.V./Wolfgang Becker

Tag des Wohnens im Binnenhafen – Weitere Wohnungsbauprojekte im östlichen Bereich möglich.

Brückenschlagfest in Harburg

Bettina Husemann (Vorstand channel hamburg e.V.) und Karen Pein (IBA-Geschäftsführerin) überqueren mit hunderten Besuchern zum ersten Mal die Drehbrücke.

Fast hätte die Sonne noch alles verdorben, weil die Techniker nicht sehen konnten, ob die beleuchteten Schalter an oder aus waren, doch dann lief alles perfekt: Langsam schwenkte Hamburg neue und einzige Drehbrücke auf Position und schloss die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer, die vom Kanalplatz im Harburger Binnenhafen auf die Schlossinsel wollen – und umgekehrt. Direkt nach der Eröffnung nutzten hunderte Besucher die Gelegenheit, einen Ausflug auf die andere Seite zu machen. Begrüßungsgeld gab es nicht, aber das gute Gefühl, einer der ersten gewesen zu sein, die die „Zitadellenbrücke“ offiziell betreten durften. Die längst überfällige Eröffnung war einer der Höhepunkte beim Brückenschlagfest, bei dem der Verein channel hamburg e.V. fünf verschiedene Wohnprojekte im Harburger Binnenhafen präsentierte. Die Investoren nutzten die Chance und öffneten die Musterwohnungen. Rund 1000 Besucher interessierten sich für das Wohnen am Wasser in Harburg.

Bei Live-Musik von Werner Pfeifer versammelten sich gegen frühen Nachmittag die ersten Besucher des Brückenschlag-Fests auf dem Kanalplatz und auf dem Eventschiff MS KOI. Pünktlich um 13.15 Uhr eröffnete Staatsrat Matthias Kock das Fest und lobte den positiven Wandel des Binnenhafens. In der Talkrunde „Wohnen im Channel“ mit B&P-Redakteur Wolfgang Becker mahnte Bettina Husemann, Vorstand des channel hamburg e.V., die Lösung der Verkehrsproblematik an. Harburgs Bezirksamtsleiter Thomas Völsch dankte dem stellvertretenden Geschäftsführer des Landesbetriebes Straßen Brücken Gewässer, Karl-Heinz Krüger, für den umsichtigen Bau der etwa drei Millionen Euro teuren Drehbrücke, und Karen Pein, Geschäftsführerin der IBA, lobte den Mut der Investoren, das Wohnen zurück in den Hafen zu bringen.

Im Binnenhafen werden bis Jahresende etwa 500 neue Wohnungen fertiggestellt oder deren Bau begonnen. Laut Völsch ist damit noch nicht das Ende der Entwicklung erreicht. Er signalisierte, dass es weitere Wohnprojekte geben könne – beispielsweise im Osten des Binnenhafens. Welche Projekte derzeit aktuell sind, erfuhren die Besucher auf dem Eventschiff MS KOI. Dort warb unter anderem die Lorenz Gruppe für das Brückenquartier am Östliuchen Bahnhofskanal. Engel & Völkers stellte die „Schlossinsel-Marina“ vor: „Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung. Der Binnenhafen wird bald viele neue Bewohner haben“, so Jan-Ole Behrens. Zwei Kunstprojekte und die Unterzeichnung eines Vertrages über die Nutzung von Wasserflächen im Binnenhafen zwischen der Hansestadt und dem Museumshafen Hamburg e.V. rundeten das Fest ab. sh/wb

Museumshafen Harburg e.V.

Harburg hat jetzt offiziell einen Museumshafen: Baudezernent Jörg Penner (von links), Bezirksamtsleiter Thomas Völsch sowie Gorch von Blomberg, Katharina Pscheid und Helgo Mayrberger – der Vorstand von Museumshafen Harburg e.V. – bei der Vertragsunterzeichnung auf der MS KOI. Im Hintergrund: die neue Brücke.