Tiere – die besten Freunde der Menschen!

Foto: B&PSina Schlosser ist im Bereich Versicherungen tätig und seit vielen Jahren Prokuristin und Gesellschafterin der SPEDITIONS-ASSEKURANZ Versicherungsmakler GmbH. Foto: B&P

Von Sina Schlosser, Geschäftsführerin der SPEDITIONS-ASSEKURANZ
Versicherungsmakler GmbH.

Hund, Katze, Maus – in Deutschlands Haushalten leben allerhand Zwei- und Vierbeiner. Laut Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe sind es knapp 35 Millionen Tiere, davon ist die Katze, dicht gefolgt vom Hund, nach wie vor das beliebteste Haustier. Kein Wunder, sind sie doch deutlich pflegeleichter und wollen nicht drei Mal täglich Gassi gehen. Die Tiere mit mehr als vier Beinen lassen wir jetzt mal unbeachtet.

Haustiere sind süß und niedlich, allerdings auch nicht ganz günstig. Da kommen für den Halter schnell hunderte Euro Kosten oder weit mehr pro Jahr zusammen. Neben Futter, Spielsachen und Arztbesuchen fällt für Hunde auch noch die Hundesteuer an. Diese liegt je nach Wohnort und Hunderasse zwischen 100 und 600 Euro pro Jahr!

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Zudem ist für Hunde eine separate Tierhalterhaftpflichtversicherung nötig und auch gesetzlich vorgeschrieben. Diese kostet weitere mindestens 50 Euro pro Jahr. Die Haftpflichtversicherung würde für Schäden an Sachen und auch bei Personenschäden einspringen. Ein klassisches Beispiel sind zerkratzte Böden in Mietwohnungen, die der Vermieter beim Auszug ersetzt haben möchte. Sehr beliebt sind zudem auch zerbissene Schuhe von Nachbarn. Was zum Glück nur ganz selten passiert, aber auch versichert wäre, sind Personenschäden durch Hundebisse.

Für alle anderen, kleineren Tiere wie Katze, Meerschweinchen und Co. ist eine Haftpflichtversicherung nicht nötig. Sie gelten als zahme Haustiere beziehungsweise Kleintiere und sind über die Privathaftpflichtversicherung des Eigentümers versichert. Sofern der Halter eine hat. Diese Tiere können zwar im Gegensatz zu Hunden nicht erzogen werden, dennoch hat man bisher nie von Übergriffen durch Hamster oder beschädigtes Mobiliar durch Wellensittiche gelesen.

Was alle Tiere aber gemein haben, ist die Tatsache, dass sie krank werden können, geimpft werden müssen und je nach Tierart ab und an oder gar mehrmals jährlich zum Tierarzt müssen. Und wer schon einmal mit seinem geliebten Haustier beim Tierarzt war, weiß, welchen Schock man als Besitzer nach dem Besuch haben kann. Schnell kostet eine OP 500 Euro oder mehr. Da ein Haustier meist auch ein Familienmitglied ist, stellt sich in der Regel nicht die Frage, ob man die Behandlung durchführen lässt oder nicht. Egal, was das Bankkonto dazu sagt.

Um vor finanziellen Überraschungen verschont zu bleiben, gibt es so genannte Tierkranken- oder Tier-OP-Versicherungen. Meist werden Hunde und Katzen versichert, aber es gibt auch Anbieter, die Meerschweinchen und Vögel versichern.

Versichert sind Kosten für Behandlungen und Operationen nach einem Unfall oder aufgrund von Krankheit sowie Heilbehandlungen und Medikamente. Je nach Versicherungsgesellschaft wird eine maximale Summe oder eine Anzahl der Behandlungen vereinbart. Es gibt aber auch Premiumtarife, die nach oben kein Limit der Deckung kennen.

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Die Auswahl ist hier genauso vielfältig wie bei Krankenversicherungen für Menschen. Es gilt also wieder: Gut das Kleingedruckte lesen, denn sonst gibt es doch das böse Erwachen, wenn die Rechnung vom Tierarzt und die Rechnung der Versicherung gezahlt werden müssen.

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Sina.Schlosser@speditions-assekuranz.de

 Sina Schlosser ist seit mehr als 15 Jahren in der Versicherungsbranche tätig und Gesellschafterin der SPEDITIONS-ASSEKURANZ Versicherungsmakler GmbH. Das inhabergeführte Unternehmen hat seinen Sitz in Hollenstedt. Seit mehr als 30 Jahren sind die knapp 30 Mitarbeiter für nationale und internationale Kunden tätig. Der Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Gewerbekunden.

>> Web: www.speditions-assekuranz.de