Mit „YOJO“ den passenden Mitarbeiter finden

Hier, mitten im Harburger Binnenhafen, sitzt das Fachkräftemarketing- Team der Süderelbe AG und unterstützt vor Ort, Fachkräfte für die südliche Metropolregion zu gewinnen. Auf dem Foto: die Projektmanager Xenia Raabe und Dr. Jöran Wrana. Foto: Marco A. Arellano

Im Kampf um qualifizierte Mitarbeiter setzt die Süderelbe AG auf das Internetportal YOJO. Das Ziel: Fachkräfte sowie Unternehmen der Landkreise Stade, Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg zusammenbringen.

Warum immer alles neu erfinden, warum nicht Vorhandenes nutzen? Diese Frage kam auf, als die IHK Lüneburg-Wolfsburg und die Süderelbe AG gemeinsam darüber nachgedacht haben, ein Fachkräfteportal für die südliche Metropolregion Hamburg aufzubauen. Statt eine eigene Internetplattform ins Leben zu rufen, hat sich die Süderelbe AG mit dem bereits vorhandenen Hamburger Fachkräfteportal „YOJO“ zusammengetan und damit ein weiteres Beispiel für geförderte länder- und landkreisübergreifende Zusammenarbeit abgeliefert.

„YOJO“ steht für Young Jobs und wird die Landkreise Harburg, Stade, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg von einem jungen Team verantwortet: Xenia Raabe und
Dr. Jöran Wrana, sowie Marco A. Arellano haben die Aufgabe übernommen, Unternehmen und Fachkräfte südlich der Elbe zusammenzubringen.

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Das Portal www.yojo.de wurde 2016 von der Hamburg Invest ins Leben gerufen. Xenia Raabe: „In den Landkreisen gab es ebenfalls die Überlegung, ein Portal für das Fachkräftethema aufzusetzen. Aber die Aktivitäten der Unternehmen machen ja nicht an den Landesgrenzen halt. So kamen wir mit den Hamburgern zusammen.“ Kurz: Die Initiative ist ein klassisches Beispiel für die gelebte Metropolregion Hamburg.

Das bis Ende 2019 datierte Projekt, das die Süderelbe AG gemeinsam mit den vier Landkreisen Stade, Harburg, Lüneburg und Lüchow-Dannenberg und der IHK Lüneburg-Wolfsburg umsetzt, ist speziell auf den Süden der Metropolregion Hamburg ausgerichtet. Es wird vom Europäischen Sozialfonds, der IHK Lüneburg-Wolfsburg sowie den vier Landkreisen finanziert und im Rahmen der Allianz für Fachkräfte Nordostniedersachsen und des Fachkräftebündnisses Elbe-Weser umgesetzt. Allein diese Namen zeigen: Der Kampf um Fachkräfte ist voll entbrannt und wird mittlerweile nicht nur in den Unternehmen, sondern auch auf der institutionellen Ebene geführt. Und das jetzt länderübergreifend.

So funktioniert „YOJO“

Jöran Wrana: „Unser Ziel ist es, über direkte Kontakte und Veranstaltungen immer mehr Unternehmen aus den Landkreisen für ‚YOJO‘ zu gewinnen. Damit soll die Attraktivität der südlichen Metropolregion als Wirtschaftsstandort gesteigert werden. In der südlichen Metropolregion gibt es ja jede Menge tolle Arbeitgeber. Auf www.yojo.de können diese ihr Unternehmen kostenlos präsentieren und Stellengesuche schalten. Geplant ist zudem, dass auch Fachkräfte ihr Profil veröffentlichen – anonymisiert, versteht sich.“

Mehr als 90 Unternehmen aus den vier Landkreisen sind bereits auf dem Portal zu finden – eine bunte Mischung vom großen Industrieunternehmen wie DOW in Stade bis hin zu einem Zahnarzt in Lüchow. Handwerker, Vertreter aus der Gesundheitsbranche, Handel, produzierendes Gewerbe – alle sind dabei. Parallel zu den Aktivitäten auf der Homepage nutzt das Team die sozialen Medien, wie Marco A. Arellano betont. Dadurch wird eine höhere und zugleich gezieltere Reichweite erreicht. Das Projekt bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen Beratung und Unterstützung bei der Erstellung von Unternehmensprofilen und Stellenanzeigen und plant zudem spannende Veranstaltungen rund um das Thema Fachkräfte. wb

Web: www.yojo.de