Elektromobilitätskonzept im Wirtschaftsausschuss

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Antriebstechnik der Zukunft.

Der Landkreis Lüneburg treibt das Thema Elektromobilität voran. Im Wirtschaftsausschuss wurde Anfang Februar 2019 ein Gutachten zu der Frage vorgestellt, wie der Verkehr künftig umweltfreundlicher rollen kann. Das Elektromobilitätskonzept für Hansestadt und Landkreis Lüneburg geht dabei auch auf die Fahrzeuge der kommunalen Verwaltungen und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) ein.

Knapp ein Jahr lang sammelte das Gutachterbüro Mobilitätswerk aus Dresden Daten und entwickelte daraus verschiedenste Möglichkeiten, den Mobilitätswandel zu gestalten. So wurde mit den Gemeinden gesprochen, um beispielsweise herauszufinden, wie viele Pendler, Fahrzeuge und Einwohner es dort gibt. Mit Hilfe dieser Ergebnisse konnten sich die Verkehrsplaner einen Überblick über die notwendige Ladeinfrastruktur im Landkreis verschaffen.

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„Derzeit gibt es hier nur knapp 200 Elektro- bzw. Hybridautos“, so der Geschäftsführer von Mobilitätswerk René Pessier. „Wir gehen aber davon aus, dass in etwa zehn Jahren mehr als 14.000 Elektroautos unterwegs sein werden. Für sie benötigen wir schätzungsweise um die 400 Ladepunkte.“

Wie viele davon wo aufgestellt werden könnten, ist für jede Gemeinde im Detail analysiert.

Von großem Interesse sind auch die Fuhrparks der kommunalen Verwaltungen. Dazu werteten die Gutachter die Fahrtenbücher aus, um konkrete Streckenlängen und –ziele benennen zu können. Das Ergebnis: Schätzungsweise 90 Prozent aller Fahrten könnten mit Elektroautos zurückgelegt werden. Die Kreisverwaltung ist diesbezüglich schon auf einem guten Weg: Von den insgesamt 17 Fahrzeugen ist ein Auto vollelektrisch, das zweite ein Hybridauto. Kurzfristig wird der Landkreis vier E-Autos anschaffen, weitere sollen folgen.

Ein eher langfristiges Thema ist der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Nach intensiven Gesprächen mit dem regionalen Verkehrsunternehmen KVG schlugen die Gutachter zwei mögliche Teststrecken für Elektrobusse vor: die Stadtlinie zwischen Lüneburg-Zentrum und Oedeme (5003) und die Regionallinie nach Bleckede (5100). In einem Probelauf lässt sich feststellen, wie leistungsstark die modernen Busse sind oder welche zusätzliche Technik vor Ort benötigt wird. Weil Elektromobilität im ÖPNV jedoch mit sehr hohen Kosten verbunden ist, zogen die Gutachter als Alternative die kleineren Rufbusse in Erwägung.
 
Das Unternehmen Mobilitätswerk hat knapp ein Jahr lang geprüft, inwiefern Hansestadt und Landkreis Lüneburg auf den anstehenden Mobilitätswandel vorbereitet sind und wo in naher Zukunft Schwerpunkte gesetzt werden sollen. Begleitet wurden die Gutachter von einer Arbeitsgruppe, in der Vertreter aus Kreisverwaltung, Politik, Samtgemeinden und weitere Akteure das Thema Elektromobilität voranbringen. Insgesamt investiert der Landkreis Lüneburg für das Gutachten rund 65.000 Euro, die zum Teil durch Fördermittel des Energie- und Klimafonds mitfinanziert werden. Das Elektromobilitätskonzept wird in seiner endgültigen Fassung Ende Februar 2019 veröffentlicht.