So wird aus dem Chef-Sessel ein Chefinnen-Sessel

Foto: BlankOrganisieren „Pfiff“ in der Elbe-Weser-Region: Doris Jungclaus (von links), Dr. Frauke Ilse (beide VHS Stade) sowie Kooperations­partnerin Karina Holst. Foto: Blank

Für mehr Frauen in Führungsposition: Neuauflage des Förderprogramms „Pfiff“ startet im MINT-Bereich

Nur jede dritte Führungsposition in Deutschland wird weiblich besetzt. Die Faustformel lautet: Je größer das Unternehmen, desto unwahrscheinlicher, dass Frauen einen der leitenden Posten ergattern. Das soll sich ändern, auch im Elbe-Weser-Dreieck und in der Metropolregion Hamburg: Das Projekt „Pfiff“ (Potenzial von Frauen in Führung fördern) geht in die zweite Runde.

„Pfiff“ soll Frauen im Elbe-Weser-Dreieck und bis nach Harburg und Braunschweig ermutigen, sich für eine Führungsrolle in Stellung zu bringen. Das Projekt wird überregional von entscheidenden Akteuren der Wirtschaft unterstützt: der IHK Stade für das Elbe-Weser-Dreieck, der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade und dem Landkreis Harburg. Bei der Neuauflage, für die jetzt wieder Bewerberinnen gesucht werden, dreht sich alles um den MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Angesprochen sind ambitionierte Frauen aus dem handwerklichen und technischen Bereich. In drei Seminarreihen mit erfolgreichen Referentinnen soll den Frauen so vermittelt werden, wie sie sich selbst erfolgreich positionieren, wie die Mitarbeiterbindung im Betrieb gelingt und wie sich die Teilnehmerinnen selbst für das Management fit machen.


Vor einem Jahr fiel der Startschuss für „Pfiff 1“. Ausgangslage ist eine Kooperation zwischen der Volkshochschule Stade und der Stadt Stade, die unter anderem aus Mitteln der Europäischen Union sowie des Landes Niedersachsen finanziert wird. Noch im März fand die Abschlussveranstaltung für den ersten Durchgang statt. „Die Resonanz ist gut – sowohl bei den Betrieben als auch bei den Teilnehmerinnen“, sagt VHS-Projektleiterin Dr. Frauke Ilse. Aber was hat „Pfiff“ konkret gebracht? „Eine Teilnehmerin hat es im Laufe des Jahres aus der Assistenz in die Geschäftsleitung geschafft“, resümiert Frauke Ilse. Bei anderen deute sich der berufliche Aufstieg ebenfalls an. Es sei schön, die erfolgreichen Teilnehmerinnen bei Netzwerktreffen wiederzutreffen, so Karina Holst, Kooperationspartnerin und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Stade.