In jedem neuen E-Mercedes arbeitet künftig ein Teil aus Harburg

Antrittsbesuch von Peter Tschentscher (Mitte), Erster Bürgermeister der Hansestadt Hamburg, im Mercedes-Benz Werk: Gemeinsam mit Frank Deiß (links), Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars, und René Reif, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werke Berlin und Hamburg, machte er einen Rundgang. Links auf dem Foto ist der neue EQC zu sehen, rechts das elektrische Antriebsmodul. Foto: Mercedes-Benz

Bürgermeister Peter Tschentscher zum Antrittsbesuch im Werk Hamburg

Das Mercedes-Benz Werk Hamburg stärkt sich weiter für die Zukunft: Am Hightech-Standort für Antriebskomponenten der Elektromobilität werden nun erste Maßnahmen aus dem Zukunftsbild 2016 umgesetzt. Neben der traditionellen Produktion von Achsen und Achskomponenten, Leichtbaustrukturteilen und Lenksäulen sowie Komponenten der Abgastechnologie erhält das Werk eine fünfte Produktsäule: Künftig werden dort Antriebsmodule, elektrische Hinterachsen und Leichtbauteile für das erste Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ sowie Integrierte Starter-Generatoren (iSGs) gefertigt.

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Über das neue Produktportfolio und die Zukunftsaussichten des Werks informierte sich Hamburger Erster Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher, vor Ort in Harburg. Begleitet wurde er bei seinem Antrittsbesuch von Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars und René Reif, Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werke Berlin und Hamburg.

„Mercedes-Benz Cars modernisiert seine weltweiten Powertrain-Werke und stärkt mit zukunftsfähigen Produkten ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Mit den Zukunftsbildern haben wir die Werke auf ein tragfähiges Fundament gestellt und sie haben die Chance von den neuen Technologien der Elektromobilität zu profitieren“, sagte Frank Deiß, Leiter Produktion Powertrain Mercedes-Benz Cars.

Im Jahr 2018 startete die Fertigung einer elektrischen Hinterachse sowie eines elektrisches Antriebsmoduls am Standort. Beide Komponenten sind unverzichtbar, um Mercedes-Benz Elektrofahrzeuge der Produkt- und Technologiemarke EQ anzutreiben. Ebenfalls produziert das Werk in Hamburg künftig ein Leichtbauteil für das Frontmodul des EQC, der im Mercedes-Benz Werk Bremen Anfang 2019 vom Band läuft. Der SUV ist das erste Elektrofahrzeug der Produkt- und Technologiemarke EQ von Mercedes-Benz.

Das Ende von Anlasser und Lichtmaschine

Anfang der nächsten Dekade wird im Werk Hamburg außerdem erstmals ein integrierter Starter-Generator (iSG) montiert: Der iSG vereint Starter und Generator in einem leistungsfähigen Elektromotor zwischen Motor und Getriebe und kommt auch beim Kaltstart zum Einsatz. Er ersetzt sowohl die bisherige Lichtmaschine als auch den Anlasser. Der integrierte Elektromotor unterstützt den Verbrennungsmotor, etwa beim Beschleunigen, und speist mittels hocheffizienter Rekuperation die Batterie mit Energie. Insbesondere in Kombination mit einer 48-Volt-Batterie rentieren sich die nötigen Anpassungen der Antriebsarchitektur langfristig durch höhere Kraftstoffersparnisse. Dies ist Teil der Elektro-Offensive von Mercedes-Benz Cars. Bis 2022 wird das gesamte Mercedes-Portfolio elektri­fiziert. Geplant sind deutlich mehr als 130 elektrifizierte Fahrzeugvarianten im Markt – vom Kompaktwagen bis zum großen SUV.

„In jedem Mercedes Benz-Fahrzeug steckt mindestens ein Bauteil, das in Hamburg gefertigt wurde. Am Standort Hamburg werden unter anderem innovative (Elektro-) Antriebskomponenten und Leichtbauteile entwickelt und hergestellt. Seit mehr als 80 Jahren ist das Mercedes-Werk ein wichtiger Bestandteil unseres Industriestandorts“, sagte Dr. Peter Tschentscher.

Zwei Werke, eine gemeinsame Leitung

Auf dem Weg zur Elektromobilität arbeitet das Mercedes-Benz Werk Hamburg eng mit dem Mercedes-Benz Werk in Berlin zusammen. Seit August 2017 stehen die beiden „Nordwerke“ unter der gemeinsamen Leitung von René Reif. In die Komponentenwerke Berlin und Hamburg investiert Mercedes-Benz Cars im Rahmen der Zukunftsbilder, die das Unternehmen 2015 und 2016 gemeinsam mit dem Betriebsrat beschlossen hat, jeweils rund 500 Millionen Euro und stärkt damit nachhaltig ihre Position bei Zukunftsthemen wie Elektromobilität und Leichtbau.